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Stromverbrauch Haushalt Schweiz: Energieverbrauch und Stromkosten senken leicht gemacht

Stromverbrauch Haushalt Schweiz: Energieverbrauch und Stromkosten senken leicht gemacht

Kühlschrank und Fernseher, PC und Laptop, die Spülmaschine und immer öfter auch das Elektroauto: Ohne Elektrizität geht nichts in Schweizer Haushalten. Strom spielt eine entscheidende Rolle in allen Bereichen unseres Alltags – und die Stromkosten machen einen wichtigen Posten in der monatlichen Abrechnung eines Privathaushalts aus. Deshalb lohnt sich ein Blick auf Stromrechnung und Einsparmöglichkeiten. Wie kann ich die Kosten für Elektrizität reduzieren, welche Geräte ziehen am meisten Energie aus der Steckdose, und wie viel Strom braucht ein durchschnittlicher Haushalt in der Schweiz? Wir haben uns die häufigsten Fragen rund ums Thema Stromverbrauch von Haushalten in der Schweiz angeschaut.

Wie viel Energie verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt?

Der Stromverbrauch in einem Haushalt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Handelt es sich um eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus, wie gross ist der Wohnbereich, welche Elektrogeräte werden verwendet? In den letzten Jahren zeigen die Statistiken einen konstanten Anstieg in Sachen Stromverbrauch. Das hängt mit der zunehmenden Nutzung von Elektrogeräten im privaten Haushalt zusammen. Ein Hauptposten der Stromnutzung ist die Haustechnik. Damit ist Strom gemeint, der für den Betrieb der Wohnung gebraucht wird, also Klimaanlagen, Heizungssteuerung, elektrische Einrichtungen wie Schliessanlagen oder Aufzüge. Dieser Punkt macht rund 20 Prozent des Verbrauchs aus. Die anderen 80 Prozent entfallen auf die Elektrogeräte im Haushalt, also Computer, Küchengeräte, Kühlschrank, Waschmaschine und Co. Hier wird ein Durchschnittswert von etwa 4.500 Kilowattstunden angenommen, ausgehend von einem Einfamilienhaus mit nicht mehr als drei Personen und einem mittleren Verbrauch.

Wie hoch ist der Stromverbrauch in Schweizer Haushalten?

Seit Jahren lassen die Statistiken erkennen: Der Stromverbrauch der Schweiz steigt. Wurden es um die Jahrtausendwende herum noch 52 Terrawattstunden (TWh) Strom genutzt, stieg dieser Wert bis 2018 auf 58 TWh. Gründe dafür sind das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, aber auch wetterbedingt häufige Heizgradtage. In den letzten Jahren aber zeigt sich: Massnahmen zur Energieeffizienz greifen allmählich, und der Pro-Kopf-Verbrauch der Schweizer geht langsam zurück. Rund ein Drittel des Stromes fliesst in private Haushalte, wo iPad, Fernseher, Computer und andere Elektrogeräte im Dauerdienst laufen. Ein typischer Wert für einen Zwei-Personen-Haushalt in einer Wohnung ohne Elektroboiler liegt derzeit bei rund 2.750 Kilowattstunden pro Jahr. Im Einfamilienhaus mit sechs Personen kommen bereits rund 6.500 Kilowattstunden zusammen, die preisgünstigere Mehrfamilienhaus-Wohnung kommt mitunter bei gleicher Personenanzahl mit unter 5.000 Kilowattstunden aus. Der konkrete Bedarf eines Haushaltes lässt sich nur im Einzelfall ermitteln, weil er von den verschiedenen Umständen abhängt.

Wie kann ich meinen Energieverbrauch schätzen?

Um den eigenen Stromverbrauch zu ermitteln, lohnt sich ein Blick in die letzten Abrechnungen deines Stromanbieters. Hier lässt sich erkennen, ob dein Haushalt im Vergleich mit üblichen Werten eher wenig oder sehr viel Strom verbraucht. Mit einer sorgfältigen Auflistung bekommst du eine erste Einschätzung. Der Vergleich mit Statistiken im Netz zeigt auf, ob es Einsparpotential bei der Stromrechnung gibt. Stromrechner kalkulieren mit wenigen Klicks, welchen durchschnittlichen Wert du in deiner Situation berechnen musst. Zusätzlich hilft es, die eigenen Gewohnheiten im Alltag zu beobachten und zu hinterfragen: Beispielsweise laufen häufig Geräte auf Stand-by, die gar nicht genutzt werden. Die Energieeffizienz des Gebäudes selbst spielt ebenfalls eine Rolle: Hier helfen Preisrechner und die fachmännische Beratung durch Heizungsexperten, die Informationen zu Dämmung und Heizungsanlagen liefern.

Wie kann ich die Stromrechnung senken?

Hast du einmal Klarheit bezüglich deiner Stromkosten, geht es ans Sparen. Hier ein paar einfache Stromspartipps im Überblick:

  • Geräte ausschalten nach Gebrauch: Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Fernseher ziehen Strom, wenn sie nicht benutzt werden. Schalte immer ab, vermeide Stand-by.
  • Beleuchtung: Nutze energieeffiziente LEDs und Sparlampen und schalte das Licht grundsätzlich aus, wenn du den Raum verlässt. Wer sein Zuhause als Smart Home ausgestattet hat, kann mit einem einzigen Befehl das Abschalten sämtlicher Lichtquellen einstellen.
  • Wäsche waschen: Nutze die Maschine nur, wenn die Trommel voll ist. Wähle die geringste Temperatur, die noch sinnvoll ist.
  • Wäsche trocknen: Hänge deine frische Wäsche lieber auf die Leine oder nutze einen energieeffizienten Trockner der neueren Generationen.
  • Geräteneukauf: Du willst eine Spülmaschine, eine Waschmaschine oder eine Kaffeemaschine kaufen? Achte besonders auf die Energieeffizienz. Natürlich sind gebrauchte Geräte oft sehr günstig zu haben – doch mit wenig effizienten Energieklassen verbrauchen ältere Maschinen so viel Strom, dass der Spareffekt schnell verpufft.

Warmes Wasser und die Heizung: Welche Geräte verursachen die meisten Stromkosten?

Zu den höchsten Kosten im Haushalt zählen ganz eindeutig die für Warmwasser und Heizung. Bei den Haushaltsgeräten sind Backofen, Wäschetrockner und Kühlschrank die Spitzenverbraucher, dicht gefolgt von Kleingeräten und Unterhaltungselektronik.

Heizen mit Strom: Wie umweltfreundlich ist die Wärmepumpe?

Das Heizen kostet mitunter ein Mehrfaches der Stromkosten, je nach Dämmung im Haus. Eine moderne Wärmepumpe rechnet sich oftmals richtig: In unserem 4-Personen-Musterhaushalt im sanierten Altbau können die Heizkosten im Vergleich zur Ölheizung von etwa 2.000 Schweizer Franken auf die Hälfte gesenkt werden.

Strompreis vergleichen: Lohnt sich das?

Stromrechner helfen nicht nur, wenn du den Energieverbrauch senken willst. Sie zeigen auch, welche Elektrizitätsversorger günstige ökologische Angebote machen. Deshalb lohnt sich der Vergleich nicht nur um einer geringeren Stromrechnung willen, sondern auch dann, wenn du deinen Strommix umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten willst.

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