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Stromausfälle Schweiz: Was, wenn die Versorgung unterbrochen ist?

Stromausfälle Schweiz: Was, wenn die Versorgung unterbrochen ist?

Gab es in der Schweiz in letzter Zeit einen Stromausfall? Wie lange liegt der letzte Blackout zurück? Und vor allem: Warum kam es dazu? Insgesamt ist die Stromversorgung in der Schweiz sehr gut aufgestellt. Kommt es dennoch zu einem Strommangel, gibt es einen Notfallplan. Aber welche Auswirkungen kann ein Stromunterbruch haben? Wie hoch ist eigentlich das Risiko eines Blackouts in der Schweiz und mit welchen Gefahren ginge er einher? Wir haben die häufigsten Fragen zum Thema Stromausfälle in der Schweiz und Energie zusammengetragen und für dich beantwortet!

Wann gab es den letzten Stromausfall in der Schweiz?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, kurz BABS, informiert regelmässig über die Stromversorgung in der Schweiz. Laut BABS stellen Strommangel und Stromausfall durchaus eine ernstzunehmende Gefahr für die Bevölkerung der Schweiz dar. Auf eine akute Strommangelsituation steuert die Schweiz laut Schweizer Medien schon seit mehreren Jahren zu. Einen grossflächigen Stromausfall gab es zuletzt am 22. Juni 2005 in der Schweiz, als sich eine Übertragungsleitung wegen Überlast abschaltete und das gesamte Eisenbahnnetz der schweizerischen Bundesbahnen lahmlegte. Von dem Stromausfall in Europa im November 2006 war die Schweiz dagegen nicht betroffen.

Welche Unternehmen stellen das Netz in der Schweiz?

Das Stromnetz der Schweiz wird vom Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen unterhalten. Die Eigentümerin des Schweizer Übertragungsnetzes wiederum ist Swissgrid. Das Netz ist mehr als 6.700 Kilometer lang und transportiert den Strom wahlweise mit 380 oder mit 220 Kilovolt Spannung. Zu dem Netz gehören nicht nur die Leitungen, sondern auch insgesamt

  • 141 Schaltanlagen
  • 40.000 Messpunkte
  • 12.000 Masten
  • 41 Grenzleitungen

Swissgrid ist für Netzausbau, Erhalt, Reparaturen und mehr verantwortlich. Das Unternehmen leistet dies aber nicht alleine. In diesem Zusammenhang ist wichtig: Das Netz wird nicht nur in der Schweiz überwacht und gepflegt, sondern Swissgrid arbeitet auch mit europäischen Partnern in anderen Ländern zusammen – Strom ist in Europa ein grenzübergreifend gehandeltes Gut.

Was passiert bei einem Blackout?

Ein Blackout bedeutet, dass die Stromversorgung komplett zusammengebrochen ist. Das setzt ein grösseres Ereignis voraus, denn das europäische Stromnetz fängt kleinere, lokale Ausfälle gut ab. In den letzten Jahren gab es mehrere lokale Blackouts: Mal war die Innenstadt von Zürich betroffen, mal hatten Gewitter an mehreren Orten punktuell Leitungen zerstört. Allen diesen Ereignissen war jedoch gemeinsam, dass die Stromversorgung nach einigen Stunden wiederhergestellt war.

Was würde passieren, wenn die Schweiz mehrtägig von einem grossflächigen Ausfall betroffen wäre? Damit setzte sich im Januar 2017 der Thementag „Blackout“ des SRF auseinander. Voraussetzung für so ein Szenario: Ein lang andauernder Stromausfall in ganz Europa. Das Krisenszenario wurde von verschiedenen Radio- und Fernsehsendungen sowie mit einem Informationsangebot online aufgearbeitet. Begleitet wurde der Thementag von einem fiktionalen Dokumentarfilm mit dem Titel „Blackout“: Stromausfälle im Privathaushalt sind ärgerlich bis unbequem – aber was ist, wenn die Wirtschaft betroffen ist? Heutzutage funktioniert nichts ohne Strom, betroffen sind

  • Operationssäle in Krankenhäusern
  • Notaufnahmen
  • Kraftwerke (die Strom benötigen, um Strom liefern zu können)
  • Polizei
  • Feuerwehren

und vieles weitere. Der Film ist insofern empfehlenswert, als dass er dir viele Informationen liefert, was bei einem Blackout tatsächlich passieren würde: Nach Expertenmeinung ist der Film durchaus realitätsnah.

Welche Unternehmen stellen die Stromversorgung in der Schweiz sicher?

Die Stromversorgung in der Schweiz ist keine rein Schweizerische Angelegenheit – das europäische Stromnetz ist grenzübergreifend aufgestellt. Daher finden sich auf dem Schweizer Markt natürlich auch Stromanbieter aus anderen europäischen Ländern. Zahlreiche Unternehmen kommen als Stromanbieter für dich in Frage, einige davon arbeiten auch nur lokal.

Was ist ein Sirenentest?

Jedes Jahr ertönen am ersten Mittwoch im Februar die Sirenen in der gesamten Schweiz. Mit diesem Alarm wird die Funktionsbereitschaft der Sirenen überprüft. Hier geht es um die Sirenen für den allgemeinen Alarm, aber auch für den Wasseralarm. Der Sirenentest wird im Radio und mittels TV-Spots angekündigt, sodass du rechtzeitig gewarnt bist. Du kannst den Test einfach ignorieren, ein bestimmtes Verhalten oder Schutzmassnahmen werden nicht gefordert.

Wie gross ist das Risiko eines flächendeckenden Stromausfalls in der Schweiz?

Während die Medien das Risiko als sehr hoch darstellen, gehen Experten davon aus, dass es eher gering ist. Immerhin müsste für einen kompletten Blackout die gesamteuropäische Stromversorgung betroffen sein, denn das Stromnetz ist schon seit vielen Jahren international. Fällt nur ein Kraftwerk aus oder sind die Kraftwerke einer Region betroffen, kommt es zwar zu einem Versorgungsengpass, einen Komplettausfall wird es aber nicht geben. Anders sieht es aus, wenn Leitungen und Verteileranlagen betroffen sind: In diesem Fall könnte es zumindest in einzelnen Städten oder Regionen auch zu einem Komplettausfall über mehrere Stunden bis hin zu Tagen kommen. Aber auch da ist nicht die gesamte Schweiz betroffen.

Woher kommt der Strommix in der Schweiz?

Strom wird in der Schweiz produziert, aber natürlich werden auch Stromprodukte importiert und exportiert. Das Stromnetz ist als ein gesamteuropäisches Netz anzusehen, sowohl hinsichtlich der Versorgung als auch bezüglich der Einspeisung von Strom. Was hier fliesst, ist ein Mix von verschiedenen grünen Stromprodukten und konventionell erzeugter Energie.

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