Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Elektriker in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Elektrosmog messen in der Schweiz: How-to-Anleitung zur Vermeidung von Strahlung

Elektrosmog messen in der Schweiz: How-to-Anleitung zur Vermeidung von Strahlung

Elektrosmog ist ein kontroverses Umweltthema. Es geht um die Auswirkungen von elektrischen und magnetischen Wechselfeldern, die im Haushalt häufig sind. Zum Beispiel geben Kühlschrank, Mikrowelle, Fernseher und Laptop teils hochfrequente Strahlung ab, die Auswirkungen auf den Menschen haben kann. Die Effekte von Elektrosmog auf die Gesundheit sind noch unbekannt, aber mithilfe einfacher Messgeräte kannst du die betroffenen Felder bestimmen und dich einfach vor zu hoher Belastung schützen. Hier erfährst du, welche Messtechnik für das Messen von Elektrosmog geeignet ist, wie du am besten vorgehst und welche Massnahmen du treffen kannst, um dich und deine Familie zu schützen.

1. Messweise für den Elektrosmog wählen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Elektrosmog in deinen eigenen vier Wänden oder im Büro zu messen. Dabei solltest du zunächst zwischen Hochfrequenz und Niederfrequenz unterscheiden. Diese kannst du mit verschiedenen Messgeräten erfassen, denn bei der Niederfrequenz geht es nicht nur um elektrische, sondern auch um magnetische Wechselfelder. Idealerweise wählst du ein Messgerät aus, dessen Frequenzgang auch den Kilohertz-Bereich erfassen kann. Auf diese Weise kannst du erkennen, ob und wo der Netzstrom durch künstliche Oberwellen aus elektronischen Geräten „verschmutzt“ wird.

Auf dem Markt gibt es Messtechnik in Form von Geräten und Apps. Dabei sind die Geräte deutlich wirksamer als die Apps. Lass dich bei Fragen am besten von einem Experten aus dem Elektrobereich näher beraten

2. Messgeräte anschaffen oder ausleihen

Ein sogenanntes Feldmessgerät, das auch als Elektro-Smog-Analyzer bekannt ist, kannst du entweder anschaffen oder ausleihen. Die flachen, rechteckigen Geräte sind inzwischen sehr modern. Sie können normalerweise niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder messen. Wo diese Felder ausschlagen, kannst du in einem späteren Schritt Massnahmen zum Schutz der Gesundheit treffen.

Besonders betroffen von Elektrosmog sind meist ältere Geräte oder alte Schnittstellen. Heutzutage ist es nämlich Standard, dass Haushaltsgeräte Grenzwerten folgen müssen:

  • Elektrische Feldstärke: 5 kV/m
  • Magnetische Flussdichte: 100 µT

Diese Werte gelten als gesundheitlich unbedenklich. Wenn du also einfach sichergehen möchtest, dass an deinem Arbeitsplatz oder in deinem Hause dies Grenz- und Oberwerte nicht verletzt werden, kannst du ein Messgerät ausleihen und dich überzeugen. Die meisten Anbieter haben verschiedene Preispakete. Diese richten sich danach, wie lange du den Smog Analyzer leihen möchtest.

3. Die Strahlung messen

Bevor du mit der Messung beginnst, solltest du dich mit der Bedienungsanleitung des Gerätes vertraut machen. Manche Modelle haben zum Beispiel ein Kabel für die Erdung oder bieten spezielle Sensoren und Elektroden an, die dir noch mehr Daten liefern können. Auf dem Display des Messgerätes siehst du die wichtigsten Daten. Diese kannst du meist auch auf den Computer übertragen, um ein komplettes Bild der Elektrosensibilität in deinem Haushalt zu erhalten.

Für die Messung solltest du all deine elektrischen Geräte wie gewohnt laufen lassen. Dann näherst du den eingeschalteten Smog Analyzer an und vergleichst die Werte mit den genannten Grenzwerten. Achte darauf, dass das Gerät körpernah kalibriert und die elektrischen Wechselfelder auch gegen das Erdpotential abgleicht. Oft kannst du in Abhängigkeit von der Feldstärke auch eine akustische Kontrolle nutzen. Die Messung sollte nicht viel länger als eine Stunde dauern.

4. Messtechnik wiederholt anwenden

Wir empfehlen dir, das Elektrosmog-Messgerät gleich für mehrere Tage auszuleihen, um mehrmals eine Messung der Erdstrahlen und der vorhandenen Felder durchzuführen. Denn der Wert des Elektrosmogs ändert sich manchmal von Minute zu Minute. Versuche, die Messung zu unterschiedlichen Tageszeiten durchzuführen, um zuverlässige Durchschnittswerte zu erhalten. Du kannst auch andere Mitglieder deines Haushalts bitten, die Messtechnik zu nutzen. Das hat zudem den Vorteil, dass ihr euch gemeinsam mit den genutzten Elektrogeräten und dem Schutz eurer Gesundheit im Alltagsleben beschäftigen könnt.

5. Felder mit Elektrosmog bestimmen

Nach deinen Messungen ist es Zeit, die Ergebnisse auszuwerten. Das geht per PC oder anhand deiner Notizen. Du kannst die verschiedenen Messwerte auf dem Display des Gerätes auch abfotografieren, um dir zu merken, welche Geräte oder welche Regionen deiner Wohnung mehr Elektrosmog abgeben, als die Obergrenzen es erlauben. Am einfachsten ist es, diese Erkenntnisse in einem Grundriss deiner Wohnung einzutragen. Solltest du jedoch nur ein oder zwei kritische Stellen gefunden haben, ist eine detaillierte Aufzeichnung der Strahlung nicht nötig.

6. Massnahmen für die Gesundheit treffen

Als Nächstes geht es daran, die Konsequenzen aus deinen Ergebnissen zu ziehen. Meist sind es WLAN und Geräte aus dem Mobilfunkbereich, die den Smog abgeben. Diese solltest du entsprechend abschirmen und vor allem aus dem Schlaf- und Kinderzimmer entfernen. Kinder sind vermutlich noch anfälliger für Elektrosmog und können dadurch an Kopfschmerzen oder Schlafstörungen leiden. Es gibt auch die Vermutung, dass der Smog die Fruchtbarkeit von Frauen reduziert, aber Wissenschaftler konnten dies bisher nicht belegen. Fest steht, dass eine Abschirmung nicht schadet.

7. Mit moderner Messtechnik die Verringerung des Elektrosmogs bestimmen

Zu guter Letzt solltest du sichergehen, dass deine Massnahmen die vorhandenen Risiken minimiert haben. Dafür misst du erneut den Elektrosmog rund um WLAN und Co. Sollte er nach wie vor die Grenzwerte überschreiten, empfehlen wir dir eine Beratung durch einen Experten.

Der Elektrikervergleich für die Schweiz. Finde die besten Elektriker in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Hochspannungsleitungen Schweiz: Zwischen Notwendigkeit und Ablehnung

Hochspannungsleitungen sind für die Stromversorgung und die Herstellung der Versorgungssicherheit in der Schweiz unerlässlich. Ein Ausbau des Stromnetzes wird insbesondere durch die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien immer dringlicher. Dennoch sind die Leitungen unbeliebt, weil sie das Landschaftsbild stören und gesundheitliche Risiken befürchtet werden. Das Wichtigste zum Thema Hochspannungsleitungen in der Schweiz erfährst du hier.

Steckertypen Schweiz: Darin unterscheiden sie sich von anderen Ländern

Bei einem Aufenthalt in einem fremden Land steht man häufig vor einem Problem: Man möchte sein Smartphone oder Tablet aufladen, der Stecker passt aber nicht in die vorhandenen Steckdosen. Was tun? Am einfachsten ist es, wenn du dir bereits vor deiner Reise Informationen über das jeweilige Zielland und dann einen Adapter besorgst. So unterscheiden sich beispielsweise die Steckertypen der Schweiz teilweise von den Varianten in Deutschland. Wenn du andere Kontinente bereist, solltest du ebenfalls einen Universaladapter dabei haben. Nur dann kannst du sicher sein, dass du deine Geräte ohne Probleme aufladen und benutzen kannst.

Ein Leitungssuchgerät verhindert Stress und Unfälle beim Bohren

Eine angebohrte Strom-, Gas- oder Wasserleitung ist der schlimmste Albtraum jedes Hand- und Heimwerkers. Die Folgen sind oft weitere Schäden durch Kurzschlüsse oder austretendes Wasser. Gewöhnlich ist die Reparatur aufwändig, weil niemand eine Leitung durch ein winziges Bohrloch flicken kann, sodass zwangsläufig das Aufstemmen der Wand folgt. Besonders schwierig wird die Reparatur, wenn du beispielsweise tagsüber mehrere Löcher gebohrt hast und erst abends festellst, dass das Licht plötzlich flackert. Nun lässt sich ohne genaue Prüfung gar nicht mehr feststellen, wo genau die Stromleitung beschädigt ist. Spätestens jetzt ist ein Leitungssuchgerät notwendig – das du besser schon vorher benutzt hättest.