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Unter der elektromotorischen Kraft, die mit EMK abgekürzt wird, wird die Urspannung verstanden, die mit der Fähigkeit eines Systems zusammenhängt, eine Spannung zu erzeugen. Es handelt sich um eine veraltete Bezeichnung für die Quellenspannung, wobei mit letzterer heutzutage die Gegen-EMK gemeint ist.
Die elektromotorische Kraft hat einen direkten Bezug auf die Induktionsspannung bei elektrischen Geräten, Generatoren und Elektromotoren und auf galvanische Zellen. Dabei geht es nicht um die Kraftmessung in einem physikalischen Sinn, sondern um das Erfassen der elektrischen Spannung. Die Quellen- oder Klemmenspannung kann so stromlos gemessen werden. Die Gegeninduktionsspannung wiederum ist eine entscheidende Kenngrösse für Antriebe und Elektromotoren. Es gibt auch elektromotorische Kraft bei organischen Säuren und Basen, die sich über ein elektroanalytisches Verfahren ohne Stromfluss erfassen lässt. Bei Säuren und Basen ist das mittels der Potentiometrie möglich, die eine typische Konzentrationsabhängigkeit der EMK nutzt.
Galvanische Elemente oder auch eine Kette erlauben die direkte Umwandlung von chemischer Energie in elektrische Energie, wie du es von einer Batterie oder einem Akku kennst. Dabei spielt die Kombination aus zwei verschiedenen Elektroden und einem Elektrolyten eine Rolle, die die galvanische Zelle bildet und als Spannungsquellen fungiert. Gemessen wird sie durch die Entladungsstromstärke mal die Zeit. Die Zellen werden auf folgende Weise unterteilt:
Das Daniell Element besteht aus einem Stab und Halbleiter aus Zink und Kupfer und ist die historische Version einer galvanischen oder elektrochemischen Zelle. Der Stab wird in eine Lösung aus Zinksalz getaucht, während gleichzeitig ein Stab aus Kupfer in Kupfersalz gehalten wird. Mit einem Stromschlüssel werden beide Halbzellen, die Elektrolyten enthalten, zu einer galvanischen Zelle zusammengefügt.
Verbindest du Kupfer und Zink, fliesst elektrischer Strom. Das liegt daran, dass Zink ein niedrigeres Potential an elektrischer Spannung als Kupfer hat, während sein Lösungsdruck grösser ist. An einem Zinkstab gehen dann mehr Zinkionen in die Lösung über als Kupferionen am Kupferstab. Gelöste Kupferionen nehmen die Elektronen auf und lagern sich an der Kathode ab. Gleiches geschieht mit Zink an der Anode. Die verschiedene negative Ladung ermöglicht den Aufbau der elektrischen Spannung. Das Kupfer durchläuft eine Reduktion, das Zink eine Oxidation. Das Ergebnis ist eine Redox-Reaktion. Die elektromotorische Kraft bestimmt die Verbindung zwischen zwei Metallen und einem metallischen Leiter, um Strom zu erzeugen.
Als Gegen-EMK wirkt die so erzeugte Spannung als vom Motor induzierte Drehung und als Stromfluss, der dem Motor entgegenwirkt. Bei einem Generator nennt sich die elektromotorische Kraft Leerlaufspannung. Bei einer Potentialdifferenz, die zwischen zwei Elektroden einer elektrochemischen Zelle eine Rolle spielt, bildet die EMK ebenfalls einen Teil der Berechnung. Sie wird mit dem Symbol ΔE angegeben und in der Einheit Volt berechnet. Nur durch die Grundlagen der elektromotorischen Kraft sind galvanische Zellen und Elemente in der Lage, eine bestimmte elektrische Funktion zu erfüllen. Sie ist das Mass für jede dort verlaufende Triebkraft und Reaktion.
Die EMK eines galvanischen Elements ergibt sich aus der Differenz zwischen zwei Halbzellenpotentialen, die wiederum durch die jeweilige Redox-Reaktion bestimmt wird. Bei letzterer handelt es sich um eine Reaktion aus Reduktion und Oxidation, wie es im Beispiel mit dem Zink- und Kupferstab schon gezeigt wurde. Dabei wird die Elektronenanzahl der Reaktionspartner auf den jeweils anderen übertragen. Viele Stoffwechselvorgänge erzeugen die Reaktion bei einer Übertragung der Elektronen.
Im Verlauf einer Redox-Reaktion reagieren zwei Stoffe im Gleichgewicht aufeinander, wobei der eine Elektronen abgibt und der andere Elektronen aufnimmt. Die Abgabe wird Reduktion genannt, die Aufnahme Oxidation. Dieser Vorgang wird durch den chemischen Prozess der Elektrolyse ermöglicht, bei dem elektrischer Strom eine Redox-Reaktion erzwingt.
Neben der Elektrolyse gibt es auch grosstechnische Redox-Vorgänge, die vor allen Dingen in der Industrie und in Kraftwerken die Grundlagen wichtiger Produktionsprozesse bilden und die Eigenschaften von Stoffen für die Energieerzeugung nutzen. Das betrifft besonders die Verbrennung fossiler Brennstoffe und Energieträger, darunter Kohle, Erdgas oder Erdöl, wobei durch die Verbrennung elektrische Energie erzeugt wird.
Das Entstehen von Kurzschlussstrom ist eines der gefährlichsten Ereignisse im Umgang mit der Elektrizität, weil dabei kurzzeitig sehr hohe Strommengen entstehen, die Schaltanlagen zerstören, Brände verursachen und Menschen töten können. Der Schutz vor Kurzschlussstrom gehört daher zu den Grundlagen sicherer Energieanwendung. Wie du ihn verhinderst und so die Sicherheit elektrischer Anlagen erhöhst, erfährst du hier.
Es klingt wie Magie, ist aber Realität. Ein Metallkörper schwebt scheinbar schwerelose im Raum, ohne jedweden äusseren Einfluss. Dieses Bild eines Supraleiters begeistert nicht nur Science-Fiction Fans, sondern gehört mittlerweile in jeder Physikoberstufe zum Lehrplan. Die Details dahinter klingen nahezu so fantastisch wie der Vorgang selbst, den die Welt übrigens bereits am 8. April 1911 zum ersten Mal bestaunen durfte. Mit der Abkühlung von Quecksilber auf vier Grad über absolut Null (minus 269 Grad Celsius), gelang dem niederländischen Physiker und Nobelpreisträger Heike Kamerlingh Onnes die Sensation: Der elektrische Widerstand des Metalls ging auch gleich null, der Supraleiter war geboren.
400 Volt Stecker sowie entsprechende Steckdosen, Adapter und Kupplungen werden vor allem für industrielle Anwendungen genutzt, wenn Maschinen, Geräte oder Beleuchtung mit Starkstrom betrieben werden müssen. Der Mehrphasenstecker verfügt über ein rundes Gehäuse mit mehreren Kontaktstiften. Sie sind je nach Anwendung unterschiedlich angeordnet. 400 Volt Stecker und vergleichbare Produkte können mit Gleich- oder Wechselspannung von bis zu 690 Volt betrieben werden. Im Folgenden erfährst du mehr über die Eigenschaften und Anwendungsbereiche von 400 Volt Steckern.
Im Unterschied zum klassischen Ausschalter verfügt der Dämmerungsschalter über die Fähigkeit, Lampen bei einer festgelegten Helligkeit ein- oder auszuschalten. Insbesondere bei Aussenleuchten ist eine Dämmerungsschaltung somit eine gute Alternative zum Bewegungsmelder oder zur Zeitschaltuhr. Mit einem Dämmerungsschalter kannst du beispielsweise zur Abenddämmerung die Aussenbeleuchtung automatisch einschalten. Sie schaltet sich dann in der Morgendämmerung automatisch wieder aus. Ein Sensor misst die Helligkeit und aktiviert die Strahler oder Lampen. Diese Technik eignet sich für eine vielfältige Nutzung und kann relativ einfach installiert werden. Im Folgenden erhältst du mehr Informationen über Dämmerungsschaltungen, ihre Einsatzbereiche und ihre Montage.
Hochspannungsleitungen sind für die Stromversorgung und die Herstellung der Versorgungssicherheit in der Schweiz unerlässlich. Ein Ausbau des Stromnetzes wird insbesondere durch die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien immer dringlicher. Dennoch sind die Leitungen unbeliebt, weil sie das Landschaftsbild stören und gesundheitliche Risiken befürchtet werden. Das Wichtigste zum Thema Hochspannungsleitungen in der Schweiz erfährst du hier.
Die Begriffe Scheinleistung, Blindleistung und Wirkleistung stehen in Zusammenhang mit Wechselstromkreisen und sind Begriffe aus der Elektrotechnik. In einem Netz fliesst Energie von Erzeugern zu Verbrauchern. Wenn in dem Verbraucher eine Spule oder ein Kondensator verbaut ist, dann wird ein Teil der Energie dazu benutzt, ein Magnetfeld aufzubauen. Die Scheinleistung beschreibt in einem solchen Netz die Energieverluste, die entstehen, wenn einem Verbraucher Energie zugeführt wird. Um die Scheinleistung genauer zu erklären, müssen wir zuerst ein paar Grundlagen erläutern.