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Ohne Unterputzdosen kommt keine zeitgemässe Elektroinstallation aus

Ohne Unterputzdosen kommt keine zeitgemässe Elektroinstallation aus

Die Verlegung von elektrischen Leitungen unter Putz ist heute allgemeiner Standard. In jedem Haus versehen zahlreiche Unterputzdosen ihren Dienst, ohne jemals gesehen zu werden. Viele bleiben sogar während ihrer gesamten Lebensdauer von den Hausbewohnern unentdeckt. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Elektriker, der sie eingebaut hat, sein Handwerk beherrschte. Unterputzdosen kommen überall dort zum Einsatz, wo Schalter oder Steckdosen installiert sind, oder sie sitzen als Verteilerdosen dort in den Wänden, wo verschiedene Leitungen miteinander verbunden sind. Treten keine Fehler auf und nimmt der Hausbesitzer keine Veränderungen vor, bleiben Unterputzdosen immer unangetastet.

Was bedeutet Elektrikergips?

Der sogenannte Elektrikergips ist ein besonders fester Gips, der schnell aushärtet, damit der Elektriker beim Einsetzen von Schalterdosen, Kabeln oder Leerrohren zügig vorankommt. Der Montagegips ist in verschiedenen Varianten erhältlich, die unterschiedlich schnell abbinden. Das ist deshalb wichtig, weil die Verarbeitungszeit das Arbeitstempo bestimmt. Elektrikergips ist in Pulverform zum Anrühren mit Wasser und als bereits fertig angemischtes Produkt zu kaufen. Fertiggips erspart einen Arbeitsschritt, aber einige Elektriker ziehen es vor, die Anleitung des Herstellers zu modifizieren und die Konsistenz beim Mischen selbst zu bestimmen. Sie bevorzugen daher Pulver.

Welche Arbeiten an der Elektroinstallation muss ein Profi ausführen?

Elektroinstallationen sind per Gesetz ausschliesslich ausgebildeten Elektrikern vorbehalten. Doch es gibt eine Möglichkeit, legal ein wenig zu sparen. Einige Elektriker haben nichts dagegen, wenn ihre Kunden die Putzarbeiten selbst machen. Das Aufstemmen der Wände, um Schlitze für Leitungen zu ziehen und Dosen zu setzen, ist keine Tätigkeit, die zwingend einen Elektriker oder spezielles Werkzeug erfordert. Ausserdem kostet sie viel Zeit. Wenn mehrere Arbeitsgänge nötig sind, weil Putz zwischendurch trocknen muss, lässt sich hier viel teure Arbeitszeit einsparen, ohne dass die Qualität der Elektroinstallation darunter leidet. Sprich einfach mit dem Elektriker darüber, bevor du einen Auftrag erteilst.

Wohin gehören Steckdosen und Schalter?

Die Bauvorschriften geben für die Installation von Elektromaterial feste Bereiche vor. Leitungen dürfen sich in Wänden nur innerhalb dieser Installationszonen befinden. Das soll verhindern, dass es bei Bohr- oder Stemmarbeiten zu Beschädigungen kommt, weil Leitungen im Arbeitsbereich nicht zu erwarten waren. Die Installationszonen für senkrechte Leitungen verlaufen jeweils im Abstand von zehn Zentimetern zu Fenstern, Türen und Ecken und sind zwanzig Zentimeter breit. Horizontale Installationszonen liegen jeweils in einer Breite von dreissig Zentimetern oben und unten an einer Wand. Ausserhalb der Installationszonen ist das Verlegen von Leitungen unter Putz verboten.

Wie sind Unterputzdosen korrekt einzusetzen?

Schalterdosen richtig einzusetzen ist gelegentlich nicht ganz einfach. Nachträglich in die Wand gestemmte Löcher haben immer unregelmässige Umrisse. Trotzdem ist es unbedingt nötig, die Dosen absolut gerade einzugipsen, damit sich später Schalter und Steckdosen waagerecht darin montieren lassen. Eine Kontrolle mit der Wasserwaage nach dem Einsetzen – bevor der Gips ausgehärtet ist – ist ratsam. Wichtig ist ausserdem, die Dosen mit der richtigen Tiefe einzubauen. Der vordere Rand muss bündig mit der künftigen Wandoberfläche abschliessen. Falls du beispielsweise noch Fliesen verlegen wirst, musst du den Abstand einkalkulieren. Korrekturen sind glücklicherweise möglich: Falls die Dose zu tief in der Wand sitzt, lässt sich das mit Putzringen ausgleichen. Steht die Dose zu weit hervor, hilft es, ein wenig Kunststoff abzuschleifen oder mit einem Cutter abzuschneiden.

Wann sind neue Kabel notwendig?

Wenn du nachträglich Unterputzdosen installieren lässt, ist es möglich, dass die vorhandenen Stromleitungen nicht ausreichen, um zusätzliche Steckdosen zu versorgen. Das hängt weniger von der Anzahl der vorhandenen Kabel ab als von deren Leitungsquerschnitten. Sind diese zu gering, also die Kabel zu dünn, werden sie durch Überlastung heiss. So entstehen Kabelbrände. Damit diese Gefahr ausgeschlossen wird, brauchst du eventuell neue, stärkere Leitungen. Ob die alte Elektroinstallation ausreicht, um deine neuen Pläne zu verwirklichen, kann jeder Elektriker überprüfen, bevor er dir ein Angebot für die Arbeiten unterbreitet.

Wozu dienen Schalterdosen?

Der Begriff Schalterdosen ist ein wenig missverständlich, denn umgangssprachlich ist damit jede Kunststoffdose gemeint, die in einer massiven Wand aus Mauerwerk sitzt, um Steckdosen, Schalter oder andere Installationselemente aufzunehmen. Die Bezeichnungen Schalter- oder auch Gerätedosen sollen dabei nur den Unterschied zu Verteilerdosen deutlich machen. Verteiler- oder auch Abzweigdosen sind ebenfalls unter Putz installierte Kunststoffdosen, die aber nur Stromkabel enthalten. Schalter- und Verteilerdosen sind wie Becher geformt. Die Öffnung zum Raum hin wird bei einer Verteilerdose mit einem Kunststoffdeckel verschlossen. Schalterdosen verschwinden unter dem Schalter- oder Steckerelement und dem zugehörigen Rahmen. Die Dosen haben Standardmasse und sind mit nahezu allen Schalterprogrammen kompatibel.

Wann sind Hohlwanddosen nötig?

Du brauchst immer dann Hohlwanddosen, wenn die Wand das Eingipsen normaler Schalterdosen nicht zulässt. Der häufigste Anwendungsfall für Hohlwanddosen sind Rigips-Wände: Weil die äussere Schicht der Wand über keinerlei Substanz verfügt, die der Dose in ihrem Loch Halt verleiht, ist eine spezielle Konstruktion nötig. Hohlwanddosen ziehen sich selbst mit Krallen an der Rückseite der Wandverkleidung fest, obwohl sie im Hohlraum hinter der Wand sitzen. Typische Plätze für den Einbau von Hohlwanddosen sind:

  • Trockenbauwände
  • Wandverkleidungen aus Holz
  • Kunststoffpaneele
  • Schachtabkleidungen
  • Badezimmer mit Vorwandinstallationen

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