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Notstromaggregate: Stromversorgung unabhängig vom öffentlichen Stromnetz

Wenn du bereits einmal einen Stromausfall erlebt hast, weisst du, wie wichtig Strom eigentlich ist. Sogenannte Notstromaggregate helfen in einem solchen Fall schnell und unkompliziert weiter. Egal ob auf Baustellen oder während deines Campingurlaubs: Mit den Notstromanlagen ist deine Stromversorgung gesichert und du musst dir keine Gedanken darüber machen, wie du nun Kaffee kochst oder dein Smartphone auflädst. Im Handel sind unterschiedliche Modelle aller Preisklassen erhältlich; auch eine Vermietung ist möglich. Alles Wichtige rund um Notstromaggregate haben wir dir hier zusammengestellt.

Wozu dienen Notstromaggregate?

Notstromaggregate, gerne auch als Stromerzeuger bezeichnet, sind Geräte, die Strom unabhängig vom Stromnetz erzeugen können. Zu diesem Zweck ist ein Stromgenerator nötig. Er wandelt Bewegung, also mechanische Energie, in Strom um. Kernstück eines solchen Aggregates ist der integrierte Motor, der durch einen Kraftstoff wie Benzin oder Diesel betrieben wird. Welcher Kraftstoff nötig ist, hängt von der Art und der Grösse des Motors ab. Elektrische Energie wird mit einem Notstromaggregat also unabhängig von einem Netzanschluss erzeugt. Zwar sind dauerhafte Stromausfälle in der Schweiz eher die Seltenheit. Dennoch wirst du dich sicherer fühlen, wenn du für den Ernstfall gewappnet bist.

Wann benötige ich einen Stromerzeuger?

Notstromaggregate sind vielseitig einsetzbar. Hier eine kleine Auswahl der in Frage kommenden Situationen:

  • zur Stromversorgung im Haus bei einem Stromausfall
  • für den mobilen Einsatz auf der Baustelle
  • als Alternative zu Verlängerungsschnüren im Garten

Während der Stromgenerator in privaten Haushalten eine eher untergeordnete Rolle spielt, ist ein Stromerzeuger in gewerblichen Unternehmen oft unverzichtbar. Stell dir nur zum Beispiel einmal ein Krankenhaus oder ein Gastgewerbe vor, in dem plötzlich der Strom ausfällt.

Welche Arten des Stromgenerators gibt es?

Stromerzeuger sind sowohl als Konverter als auch als Inverter erhältlich. Einen Konverter solltest du bei spannungsempfindlichen Geräten nicht einsetzen, da es bei ihm durchaus zu Spannungsschwankungen kommen kann. Ausserdem unterscheiden sich Notstromaggregate darin, wie sie betrieben werden. Die meisten im Handel erhältlichen Geräte werden mit handelsüblichem Benzin oder Diesel betrieben. Nur einige wenige Modelle werden mit Gas betrieben. Eine Sonderstellung nehmen die solarbetriebenen Stromerzeuger ein. Sie sind auch weniger beliebt, da sie im Verhältnis nur wenig Strom liefern.

Weiterhin unterscheidet man Notstromaggregate hinsichtlich ihrer Bauart. Für den privaten Einsatz kommen nahezu ausschliesslich mobile Geräte zum Einsatz. Bei einem stationären Generator hingegen handelt es sich um eine ortsfeste Anlage, die etwa in Krankenhäusern oder Industriebetrieben fest installiert ist.

Was ist hinsichtlich der Leistung zu beachten?

Die meisten Notstromaggregate verfügen über einen 12-Volt-Anschluss. Hinsichtlich ihrer Leistung aber unterscheiden sie sich teilweise stark. Die Leistung eines Notstromaggregates wird in Kilowatt angegeben. Wie viel Leistung sinnvoll ist, hängt vor allem von dem Endgerät ab, das mit Strom versorgt werden soll. Damit du möglichst lange Freude an deinem Notstromaggregat hast, solltest du es regelmässig warten. Zu den anfallenden Wartungsarbeiten zählen:

  • Austausch von Motoröl und Ölfilter nach etwa 100 Betriebsstunden
  • Erneuerung der Zündkerzen
  • Austausch des Luftfilters

Entsprechendes Zubehör für die Wartung erhältst du in jedem gut sortierten Baumarkt. Auch solltest du darauf achten, dass du deinen Stromgenerator an einem möglichst trockenen und geschützten Ort lagerst.

Worauf muss ich beim Kauf eines Notstromaggregates noch achten?

Die meisten der im Handel erhältlichen Notstromaggregate werden mit handelsüblichem Benzin betrieben. Achte beim Kauf darauf, dass der Tank nicht zu klein ausfällt. Gute Modelle bieten ein Fassungsvermögen von 15 Litern, was für den normalen Haushalt absolut ausreicht. Gut gefallen jene Modelle, bei denen Heizöl oder Benzin einfach und unkompliziert ohne Zuhilfenahme eines Trichters eingefüllt werden können. Da Notstromaggregate nicht unbedingt leicht sind, ist es sinnvoll, wenn sie mit Transportrollen ausgestattet sind. So kannst du sie einfach von einem Standort zum anderen bewegen. Ein weiteres Kaufkriterium ist die Lautstärke: Du solltest bedenken, dass manche Notstromaggregate bis zu 100 Dezibel laut sind. Möchtest du deinen Stromerzeuger im Aussenbereich betreiben, solltest du zusätzlich darauf achten, dass er wasserfest ist.

Was sind die Vorteile eines Diesel Stromerzeugers?

Die meisten privaten Haushalte entscheiden sich aus Kostengründen zum Kauf eines Benzin Notstromaggregates. Diese Variante ist deutlich günstiger in der Anschaffung. Mit der Zeit aber rechnet sich ein Diesel Stromerzeuger, denn mit ihm wird der Strom günstiger erzeugt. Diese Stromerzeuger sind ausserdem für ihre Langlebigkeit bekannt und erzeugen so gut wie keine Wartungskosten.

Was versteht man unter einem Inverter?

Inverter bedeutet im Prinzip nichts anderes als Wechselrichter. Der erzeugte Gleichstrom wird also in Wechselstrom umgewandelt. Der Hintergrund: Grosse Spannungsschwankungen werden so vermieden. Die Invertertechnik sollte daher bei empfindlichen Geräten wie einem Laptop oder einem Fernseher zum Einsatz kommen. Diese Vorteile zeichnen einen Inverter Stromerzeuger aus:

  • für spannungssensible Elektronikgeräte geeignet
  • geringer Kraftstoffverbrauch
  • kompakte Bauweise
  • meist leiser als ein herkömmlicher Stromerzeuger

Diesen Vorteilen stehen die etwas höheren Anschaffungskosten gegenüber. Damit deine sensibleren Geräte keinen Schaden nehmen, solltest du dich bei ihnen dennoch für die Invertertechnik entscheiden.

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