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Energieetikett: Umwelt in Haushalt und Verkehr schonen

Energieetikett: Umwelt in Haushalt und Verkehr schonen

Wenn du dir ein neues Gerät für deinen Haushalt kaufst, wie etwa eine Waschmaschine oder einen Fernseher, achtest du sicher auf einen möglichst geringen Stromverbrauch. Das Energieetikett gibt dir gut Aufschluss darüber, wie viele Kilowattstunden das jeweilige Gerät verbraucht. Doch nicht nur das: Die Kennzeichnung informiert bereits seit dem Jahr 1996 etwa über die Schleuderkennzahl und den Wasserverbrauch bei Waschmaschinen und auch über den Geräuschpegel. Ende 2019 kam es zu einer Anpassung der Vorschriften in der Schweiz. Seit diesem Datum ist beispielsweise die Etikettenpflicht für Leuchten gestrichen.

Wozu dient das Energieetikett?

Das Energielabel dient in erster Linie dazu, dir beim Kauf auf einen Blick die Energieeffizienz des entsprechenden Haushaltsgerätes darzulegen. Bekannt sind bei den meisten Geräten wie der Waschmaschine und dem Geschirrspüler sieben Energieeffizienzklassen von A+++ (= dunkelgrüner Balken) bis D (= roter Balken). Anhand der Farbskala erkennst du auf einen Blick, wo das entsprechende Gerät einzustufen ist. A+++ ist dabei die verbraucherfreundlichste Variante: Mit einem solchen Gerät schonst du deinen Geldbeutel und leistest gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Damit ist das Energieetikett für viele Käufer neben dem Kaufpreis die wichtigste Entscheidungshilfe. Das gilt vor allem für jene Kunden, die Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legen.

Wie hängen Energieverbrauch und Umwelt zusammen?

Elektrische Geräte, die wenig Strom verbrauchen, und Fahrzeuge im Verkehr, deren Kraftstoffverbrauch gering ist, belasten die Umwelt weniger. Vor allem die CO2-Emissionen sind es, die unserer Atmosphäre stark schaden. Aus diesem Grund hat das Bundesamt für Energie die Energielabel ins Leben gerufen und Hersteller dazu angehalten, möglichst sparsame Produkte herzustellen. Das Energieetikett muss zu diesem Zweck gut sichtbar auf der Vorder- oder Oberseite eines jeden Gerätes angebracht sein. Auch auf Fahrzeugen ist ein entsprechendes Etikett Pflicht.

Welche Aufgabe hat das Bundesamt für Energie?

Das Bundesamt für Energie ist ein Bundesamt der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Das Amt beschäftigt sich mit allen Fragen zur Energieversorgung und Energienutzung. Ziel ist es unter anderem, die Energieversorgung möglichst nachhaltig zu gestalten und den Anteil an erneuerbaren Energien maximal zu erhöhen. Bei allen energiewirtschaftlichen Fragen kannst du dich daher vertrauensvoll an das eidgenössisches Department wenden.

Welche Produkte sind mit einem Energieetikett versehen?

Das Energieetikett findest du auf folgenden Produkten:

  • Haushaltsgeräte
  • Lampen und Leuchten
  • Fernsehgeräte
  • Heizgeräte
  • gewerbliche Elektrogeräte
  • Heizgeräte
  • Wassererwärmer und Speicher

Wozu dient das Energieetikett im Verkehr?

Nicht nur Haushalts- und Elektrogeräte aller Art sind mit einem Energielabel versehen, sondern auch diverse Fahrzeuge. Seit dem Jahr 2011 gilt eine Verordnung, die besagt, dass alle Neuwagen mit einem Energieeffizienzlabel, auch CO2-Label genannt, ausgestattet sein müssen. Der Grund: Der CO2-Ausstoss der Fahrzeuge ist eine hohe Belastung der Umwelt. Demzufolge müssen laut Bundesamt auch Fahrzeuge bestimmte Richtlinien erfüllen und diesen Ausstoss so gering wie möglich halten. Energieeffizienzklassen bei Autos werden von A+ bis G unterteilt, wobei auch das Gewicht des Fahrzeugs einen deutlichen Einfluss auf den CO2-Ausstoss hat. Auf dem Energieetikett für Autos findest du neben der Modellbezeichnung und der Antriebsart auch Angaben zur Leistung und dem Eigengewicht. Darunter befinden sich Angaben zum Kraftstoffverbrauch und den CO2-Emissionen, aus denen sich schliesslich die Energieklasse berechnet.

Welche Energieeffizienz gilt für Waschmaschinen & Co?

Zwar gibt es insgesamt sieben Energieeffizienzklassen von A+++ bis G. Folgende Haushaltsgeräte aber dürfen ausschliesslich über die Klassen A+++ bis A+ vertrieben werden:

  • Waschmaschinen
  • Kühlschränke
  • Gefriergeräte
  • Geschirrspüler

Modelle mit einer schlechteren Energieeffizienzklasse werden in Europa nicht mehr verkauft. Für dich als Endkunden bedeutet das einen sehr geringen Energieverbrauch, wobei Geräte der Klasse A+ immer noch deutlich mehr verbrauchen als Modelle mit der Bezeichnung A+++. Bei folgenden Haushaltsgeräten greift diese Regelung noch nicht und sie sind nach wie vor bis Klasse D oder sogar noch schlechter erhältlich:

  • Kaffeemaschinen
  • Raumheizgeräte
  • Kombiheizgeräte
  • Fernseher

Welche Einsparungen sind mit einer guten Energieeffizienzklasse möglich?

Die Übersicht auf den Haushaltsgeräten gibt dir auf einen Blick alle relevanten Informationen zum Produkt. Wenn möglich, solltest du dich für die Energieeffizienzklasse A+++ entscheiden: Während ein Gefrierschrank mit dieser Klasse im Jahr durchschnittlich 90 Kilowattstunden Strom verbraucht, sind es mit einem vergleichbaren Modell und der Klasse A++ bereits 120 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein 15 Jahre altes Kühl- oder Gefriergerät kann bis zu 600 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen; ein Neukauf rechnet sich also auf jeden Fall. Ein Kühlschrank mit der Klasse A+++ ist zwar sparsamer und umweltschonender, von den Anschaffungskosten her aber etwas preisintensiver als ein Modell der Klasse A++.

Achtung: Kühl- und Gefriergeräte für den gewerblichen Einsatz unterschieden sich deutlich von Modellen für den privaten Gebrauch. Die Klassen A+, A++ und A+++ sind auf den Labels solcher Geräte nicht ersichtlich: Hier wird lediglich zwischen den Energieeffizienzklassen von A bis G unterschieden.

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