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Ampere berechnen: Schritt für Schritt die Stromstärke in verschiedene Einheiten umrechnen

Volt, Watt, Ampere – wer blickt da noch durch? Was bedeuten die verschiedenen Angaben, die du auf Geräten, Steckdosen und Batterien findest? Vor vielen Jahren hast du wahrscheinlich in der Schule gelernt, wie man das alles be- und umrechnet und was die verschiedenen Informationen überhaupt bedeuten. Im Alltag brauchst du dieses Wissen aber kaum – kein Wunder also, dass du man das in Regel nicht einfach so weiss. Wir erklären dir alles, was du zu Watt, Volt und Ampere wissen musst und zeigen dir, wie du in wenigen Schritten Ampere berechnen kannst.

1. Leistung, Spannung, Stromstärke, Widerstand – die passende Angabe aussuchen

Die elektrische Leistung wird normalerweise in Watt angegeben. Diese Information benötigst du beispielsweise, wenn du wissen willst, wie viel Stromverbrauch dein Gerät hat und welche Auswirkung es auf die Stromrechnung hat. Weisst du, wie viel Watt dein Gerät hat, kannst du über den Stromtarif ganz einfach die Stromkosten berechnen. Liegt dir die Leistung deines Geräts aber nicht vor, weil der Hersteller nur eine Angabe in Ampere (also Stromstärke) macht, findest du die Stromkosten erst nach einer Berechnung heraus.

2. Volt und Ampere unterscheiden

Wichtig sind die verschiedenen Angaben, wenn es um Akkus und Batterien geht:

  • Sowohl Akkus als auch Batterien in AAA haben eine Spannung von 1,5 Volt.
  • Die Kapazität schwankt zwischen 1.200 Milliamperestunden und 2.400 Milliamperestunden (abgekürzt mAh).
  • Bei Akkus hast du meist „nur“ 1.200 Milliamperestunden zur Verfügung.
  • Wie viel Milliamperestunden die Batterie besitzt, ist für Alarmuhren, Küchenwecker und Fernbedienungen nicht massgeblich, du wirst keinen Unterschied bemerken.
  • Beim guten alten Walkman und dem Discman gibt der Akku schneller auf als die Batterie. Das bedeutet: Die Batterie hält länger, der Akku muss dagegen schneller wieder ins Ladegerät.
  • Benutzt du Geräte wie ferngesteuerte Autos oder anderes RC-Spielzeug, macht der Akku mit seinen 1.200 Milliamperestunden wirklich einen Unterschied – die Akkus können nicht genug Leistung auf einmal aufbringen.

3. Ampere berechnen ist unnötig, wenn du Ampere messen kannst

Mit dem Amperemeter oder Strommessgerät kannst du die Stromstärke messen. Wie funktioniert das?

  1. Amperemeter im Fachhandel erwerben.
  2. Amperemeter an die Steckdose anschliessen.
  3. Gerät an das Amperemeter anschliessen.
  4. Gerät einschalten.
  5. Ampere ablesen. Solltest du kein Strommessgerät zur Verfügung haben, kannst du mit wenigen Angaben aber auch berechnen, wie viel Ampere Stromstärke dein Gerät hat.

4. Die Umrechnungsformel „Ampere gleich Watt dividiert durch Volt“ nutzen

Angenommen, du hast in der Bedienungsanleitung deines Geräts gelesen, dass es 2.400 Watt Leistung hat. Die Spannung liegt im Schweizer Stromnetz bei 230 Volt. Jetzt willst du die Ampere berechnen. Hier gilt: Watt geteilt durch Volt gleich Ampere (im Beispiel: 2.400/230=10,435). Du kommst auf nicht ganz 10,5 Ampere. Aber was ist der praktische Nutzen dieses Wissen?

5. Die Auslegungsgrenzen von Leitungen berechnen

Elektrische Leitungen können immer nur eine bestimmte Menge Strom handhaben. Das hat etwas mit dem Widerstand zu tun: Die Kabel erwärmen sich durch den fliessenden Strom und das bedeutet: Ab einer bestimmten Stromstärke steigt die Brandgefahr. In der Schweiz sind daher Sicherungen verbaut, die ab einer Stromstärke von 13 Ampere „rausfliegen“. Im obigen Beispiel ergäbe sich:

  • Geräte mit 2.400 Watt kannst du getrost an einer Leitung anschliessen.
  • Zwei Geräte mit 2.400 Watt sollten nicht an einem Mehrfachstecker hängen, denn bei gleichzeitigem Betrieb wird es die Sicherung „raushauen“.

Du hast gelernt, wie du mit den Angaben Watt und Volt Ampere berechnen kannst und ob deine Hausleitungen bestimmte Gerätekombinationen in einem Raum beziehungsweise an einer Steckdose aushalten.

6. Den Zusammenhang von Ampere und Leistung verstehen

Die elektrische Leistung wird in der Einheit Watt angegeben. Das ist die Energie, die ein Gerät benötigt, um in einer gewissen Zeit die gewünschte Arbeit zu verrichten. Wenn du nun weisst, wie du Ampere aus Watt und Volt berechnest, weisst du auch, wie du umgekehrt Watt aus Volt und Ampere berechnest:

  • Der Lüfter im Badezimmer hat 2.000 Watt.
  • Die Hausleitungen in der Schweiz sind für 13 Ampere ausgelegt.
  • Du brauchst im Bad noch einen Luftentfeuchter, der an den gleichen Stromkreislauf angeschlossen werden soll wie der Lüftung.
  • Frage: Wie viel Watt darf der Luftentfeuchter maximal haben?

Die Rechnung ist einfach: Ampere ist Watt dividiert durch Volt. Also ist Watt gleich Ampere multipliziert mit Volt. Für dein Badezimmer bedeutet das: Die Sicherung verträgt maximal 2.920 Watt. 2.000 hat der Lüfter. Der Luftentfeuchter darf also maximal eine Leistung von 920 Watt haben, wenn er zeitgleich mit dem Lüfter laufen soll.

7. Drehstrom und Widerstand verstehen

Volt, Watt und Ampere sind dir jetzt klar: Keine der Grössen stellt noch ein Rätsel dar. Aber was machst du mit Angaben wie Drehstrom und Widerstand? Um künftig in Strombelangen wirklich Bescheid zu wissen, solltest du die Wörter kennen. Zuerst zur Stromart: Was in der Leitung fliesst, ist normalerweise Wechselstrom, nicht Gleichstrom. Drehstrom ist Starkstrom oder Dreiphasenwechselstrom und fliesst in den Hochspannungs-Übertragungsnetzen und Niederspannungsnetzen der lokalen Stromversorgung. Der Grund: Wenn es um die Versorgung über grössere Distanzen geht, ist Drehstrom wirtschaftlicher.

Fehlt noch der elektrischen Widerstand: Er bezeichnet das Mass dafür, welche Spannung erforderlich ist, um eine bestimmte Stromstärke durch einen Leiter fliessen zu lassen. Der Widerstand wird in Ohm angegeben.

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