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Rundsteuerempfänger für die Tarifanpassung und Signalübertragung

Bestimmte Anwendungsbereiche benötigen eine höhere oder geringere Auslastung der Stromversorgung. Das betrifft Strassenbeleuchtungen, Heizsysteme oder andere Technik, die zu gewünschten Zeiten aktiviert oder deaktiviert wird. Möglich ist das durch die Rundsteuertechnik und durch Rundsteuerempfänger, bei denen Sensoren genau erkennen, wann eine Aktivität erforderlich ist. Das Abschalten des Stroms durch entsprechende Geräte zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Situationen ermöglicht ein besseres Lastmanagement und verhindert Stromausfälle.

Was ist die Rundsteuertechnik?

In der Rundsteuertechnik sind alle technischen Einrichtungen und Geräte zusammengefasst, die zwischen Verbrauchern und Energieversorgungsunternehmen die benötigten Signale senden. Die Technik fungiert dabei als Fernsteuerung. Sie hat die Aufgabe, Verbrauchseinrichtungen wie

  • Wärmepumpen
  • Elektrospeicherheizungen
  • Strassenbeleuchtung

im Falles des Falles an- und abzuschalten. Gleiches gilt für alle zuschaltbaren Lasten. Ebenso ermöglicht die Rundsteuertechnik den Tarif für Stromzähler auf den jeweils günstigen einzustellen. Die gesamte Übertragung der Informationen innerhalb der Rundsteuertechnik geschieht durch die Energieversorgungsunternehmen für alle Rundsteuerempfängern. Die bezogenen Leistungen kannst du entsprechend als Verbraucher nicht ermitteln.

Wie funktioniert die Rundsteuertechnik?

Alle Steuersignale werden über Stromnetze durch Spannungsimpulse übertragen. Die Frequenzen liegen dabei deutlich über der eigentlichen Netzfrequenz. Da du diese mit hörbaren Tönen gleichsetzen kannst, wird auch von einer Tonfrequenz-Rundsteuerung gesprochen, wobei die Amplitude nur wenige Prozent der Nennspannung ausmacht. Dadurch ist die Störung von Rundsteuerempfängern nicht möglich. Alle Signale werden an zentralen Punkten des Netzwerks eingespeist, wobei verschiedene Intervalle gängig sind und die Parameter von Hersteller zu Hersteller variieren.

Deutliche Grenzen zeigen sich bei der Rundsteuertechnik jedoch in Bauweise und Entwicklung gegenüber moderneren Stromnetzen. Die Datenübertragung ist nur einseitig möglich. Ebenso können kleinere Rundsteuerempfänger und Verbraucher in das Lastenmanagement nicht ausreichend mit einbezogen werden. Solche Geräte würden kostengünstiger laufen, wenn andere Geräte nicht gebraucht werden und die Netzauslastung gering ist. Tarifliche Vorteile sind für den Einsatz von Kleinverbrauchern innerhalb der Rundsteuertechnik noch nicht möglich. Es wäre auch kaum praktisch, Kleingeräte jeweils über einen separaten Stromzähler laufen zu lassen.

Was sind Rundsteuerempfänger?

Rundsteuerempfänger sind dazu da, die Impulsfolgen beim Verbraucher zu filtern und daraus die gewünschte Steuerinformation abzuleiten. Das geschieht über die Netzspannung und ist durch Relais an das benutzte Datenformat angepasst. Häufig ist ein Rundsteuerempfänger in einem Zähler integriert oder auf diesem montiert. Ein Mikroprozessor, der sich im Empfänger befindet, wertet dann alle Signale aus und bewirkt die benötigten Reaktionen, darunter das Schalten bestimmter Verbraucher. Modernere Formen des Rundsteuerempfängers arbeiten intelligent mit Sensoren und reagieren entsprechend auch auf Störungen oder Tarifumschaltungen. Die Advanced Metering Infrastruktur durch intelligente Zähler führt den Prozess sogar selbstständig durch.

Welche Anwendungen gibt es für die Geräte der Rundsteuertechnik?

Zu den wichtigsten Anwendungen zählt das Lastmanagement. Dieses erlaubt durch Distribution und Automation die Laststeuerung und Lastregelung, das Ein- und Ausschalten von Wärmepumpen und Elektroheizungen zu variablen oder festen Sperrzeiten oder den selektiven Lastabwurf bei Störungen im System. Dadurch wird die Gefahr von Stromausfällen reduziert. Du, als Nutzer der Heizung, nimmst im Gegenzug in Kauf, dass der Strom gelegentlich abgeschaltet wird, darunter in Zeiten, in denen weniger Strom benötigt wird. Das Anlagen-Management und die Effizienz sind dabei von den Herstellern des Versorgungsnetzes abhängig.

Was ist der Unterschied zwischen Serienankopplung und Parallelankopplung?

Verwendet wird im Anlagen-Management auch eine Transformatorkopplung, die allerdings auf den Einsatz im Hoch- und Mittelspannungsbereich beschränkt ist. Der Ausstellungsort bleibt dabei immer der Gleiche wie der Einspeiseort eines Energienetzes oder Kraftwerks. Das macht notwendig, dass im Störfall am Einspeiseort die Leistung kontrolliert und eingespeist werden muss, um auch Wartungsarbeiten zu vereinfachen. Möglich ist das bei Leistungstransformatoren mit einer Rundsteuerkoppelung als Serienankopplung oder Parallelkopplung.

Die Serienankopplung wird für die Einspeisung in das Niederspannungsnetz verwendet. Bei jeder Einspeisestelle ist eine Fernmeldeverbindung notwendig, um die Signale an die Sendezentrale der Rundsteuerempfänger zu übertragen. Parallelankopplungen werden überwiegend zu einer Aussteuerung der Niederspannungsnetze verwendet. Auch diese Ankoppelung ist wie die Serienankopplung einphasig, während zugleich ein Rundsteuersender mit einem Ausgang für die Wechselspannung vorhanden ist. Die Ausgangsspannung wird auf drei Leiter verteilt, die die gleiche Phasenlage aufweisen. Die Parallelankopplung wird, im Gegensatz zur Serienankopplung, nicht von der Leistung eines Versorgungsnetzes durchflossen. Damit ist sie nicht an den Ort der Einspeisung ins Netzwerk gebunden und kann an beliebigen Stellen stattfinden. Die Parallelschaltung ist jederzeit vom Netz trennbar, ohne dadurch die Versorgung negativ zu beeinflussen.

Bei welchen Energiequellen kommt die Rundsteuertechnik zum Einsatz?

Nicht nur städtische Energieversorgungsunternehmen, auch Kleinkraftwerke können durch Rundsteuertechnik gesteuert werden. Dabei wird die eingespeiste Leistung bei Bedarf reduziert, wenn ansonsten eine hohe Einspeisung der Fall wäre, obwohl du in deinem Haus einen geringen Verbrauch hast. Die stufenweise erfolgende Reduktion lohnt bei Photovoltaikanlagen oder Windenergieanlagen, die als Energiequellen immer häufiger eingesetzt werden.

Welche modernen Verfahren gibt es?

Die Rundsteuerung im modernen Verfahren erfolgt über Funk. Dabei werden alle Steuerbefehle über Langwellen gesendet und nicht über die Stromleitung selbst. So treten weniger Störungen oder Übertragungsfehler auf. Gleichzeitig können an den Netzanlagen einfachere Installationen erfolgen, ohne dass die Durchgängigkeit der Signale ständig sichergestellt werden muss. Eingesetzt werden für den Funk Langwellensender, während der Empfänger eine simple Antenne besitzt. Das Verfahren wird immer weiter verfeinert und befindet sich, Stand 2020, in der Prüfphase für das Versorgungsnetz.

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