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Alles über Verteilerdosen für drinnen und draussen

Allgemein werden Verteilerdosen auch als Abzweigdosen bezeichnet. Sie dienen der Zusammenführung verschiedener elektrischer Leitungen und Kabel von Steckdosen, Lampen und anderen fest installierten Endgeräten, enthalten eigene Schalterdosen und können sowohl Unterputz als auch Aufputz installiert werden. Im Grunde genommen erfüllen sie den gleichen Zweck wie Verteilerkästen und Klemmenkästen. Die Verteilerdosen im Haus bestehen gewöhnlich aus flammhemmendem Thermoplast und müssen allerlei Sicherheitsvorschriften erfüllen. Aber wie unterscheiden sich die verschiedenen Produkte im Handel? Und was solltest du bei deinen Elektroinstallationen alles beachten? Informationen gibt es in der Fachliteratur für Elektrotechnik – und bei uns!

Warum brauche ich Abzweigdosen?

In den Verteilerdosen oder Abzweigdosen laufen verschiedene Leitungen zusammen, die in einem Raum fest installierte Geräte mit Strom versorgen. Dazu gehören:

  • Lampen und Leuchten
  • Steckdosen
  • Schalter und weitere Unterverteiler

Schalter sitzen dabei nicht in der Verteilerdose, sondern in eigenen Schalterdosen. Auch andere Verbraucher, die fest installiert sind, können angeschlossen sein. Klemmenkästen und Verteilerkästen erfüllen ähnliche Funktionen wie die Verteilerdosen. Du findest im Handel Abzweigdosen oder Verteilerdosen als Unterputzdosen, als Aufputzdosen und in Hohlwandausführungen. Jede Version hat ihre Vor- und Nachteile und wird in verschiedenen Zusammenhängen genutzt.

Wie viele Abzweigdosen kann ich hintereinander schliessen?

Zuerst einmal solltest du darauf achten, dass die Abzweigdose der Umgebung passend gewählt ist. Das bedeutet: Achte auf die IP-Schutzart. Nicht jede Abzweigdose ist für den Einsatz im Aussenbereich geeignet, für Nass- und Feuchträume kommen andere Produkte in Frage als für das Wohnzimmer und so weiter. Aber wie viele Dosen dürfen hintereinander geschaltet werden? Das hängt davon ab, wie viele Leitungen in der Verdrahtung der Dose zusammenlaufen. Denn die Elektroinstallation im Haus verträgt nur eine bestimmte Anzahl Geräte beziehungsweise einen bestimmten Durchfluss an Strom. Fliesst zu viel Strom, entwickelt sich Hitze – die Leitungen brennen durch, es besteht Feuergefahr. Um das zu verhindern, sind Sicherungen zwischengeschaltet. Es geht also weniger darum, wie viele Abzweigdosen du hintereinander schalten darfst, sondern wie viele Steckdosen, Lampen und Leuchten an einer Sicherung hängen dürfen, ohne dass sie „rausfliegt“. Und das wiederum hängt von der Spannung und der Leistung der angeschlossenen Geräte ab. Da du bei Steckdosen beispielsweise gar nicht weisst, welche Geräte später daran hängen, kannst du das nur schätzen.

Welche Kabel und Leitungen laufen in der Verbindungsdose zusammen?

In der Abzweigdose laufen verschiedene Kabel und Leitungen zusammen, an die die unterschiedlichen fest installierten Geräte im Raum oder in mehreren Räumen angeschlossen sind. In der Regel sind das die Kabel von Steckdosen, Lampen und anderen fest installierten Geräten. Wie viele Kabel und Leitungen du ein einer Verteilerdose zusammenlaufen lässt, hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab.

Werden Verteilerdosen besser Aufputz oder Unterputz installiert?

Die Aufputz-Abzweigdosen werden meist in Feuchträumen eingesetzt, kommen für Aussenanlagen in Frage und können in Kellerräumen installiert werden. In Wohnräumen sind Unterputz-Abzweigdosen die elegantere Wahl. Meist befinden sich die Dosen innerhalb der Installationszonen oder in der Nähe der Decke. Du kannst natürlich auch im Esszimmer und im Wohnzimmer Aufputz-Abzweigdosen installieren, von Seiten der Elektrik spricht nichts dagegen. Ob dir die Optik zusagt, ist eine andere Frage.

Aus welchem Material sind Verteilerdosen?

Die Abzweigdose wird in der Schweiz als Unterart der Installationsdose geführt, eine andere Unterart ist die Einlassdose. In der Hausinstallation müssen die Dosen zum Zweck des Brandschutzes aus flammhemmend ausgerüstetem Thermoplast hergestellt sein. Die alten, mit Bakelit oder Teerpappe ausgekleideten Blechdosen sind eigentlich nicht mehr in Gebrauch. Besonderheiten:

  • Aufputz-Abzweigdosen im Feuchtwarm haben Gummimuffen, um die Kabelmäntel aufzunehmen (alternativ Stopfbuchsen)
  • im Aussenbereich, bei Fahrzeugen und Schiffen, werden die Dosen aus Aluminium-Druckguss gefertigt (mit Stopfbuchsen oder mit Gewinde ausgestattet)

Setze ich Verteilerdosen direkt hinter den Leuchten?

Die Verteilerdosen sitzen meist an einem zentralen Punkt, beispielsweise an der Tür oder an einem anderen Ort, wo viele Kabel zusammenlaufen. Wo genau das ist, liegt daran, wie du deinen Raum gestaltest:

  • Wo sitzen Steckdosen?
  • Wo verlaufen die Kabel für Lampen?
  • Gibt es Schalter für Lichter und wie sehen die Schalterprogramme aus?
  • Sind im Raum andere fest installierte Geräte vorhanden, wenn ja wo?
  • Wo kommt das Kabel für die Stromversorgung in den Raum?

Planvolles Vorgehen ist also angesagt: Der ideale Punkt für die Verteilerdose ist aber oft schnell gefunden.

Sind Verteilerdosen für den Einsatz im Aussenbereich geeignet?

Ja, es gibt auch Verteilerdosen für den Einsatz im Aussenbereich. Du solltest beim Kauf drauf achten, dass die Verteilerdose diesen Einsatz aushält. Neben dem Verwendungszweck und dem Montageort ist wichtig, dass die Abzweigdose den erforderlichen Berührungsschutz und Fremdkörperschutz sowie Resistenz gegen eindringendes Wasser aufweist. Der jeweilige Schutz wird in Zahlen von 1 bis 6 beziehungsweise 8 angegeben. Die erste Kennziffer steht für Berührungsschutz, die zweite für den Wasserschutz. Ein X markiert, dass keine Angabe vorliegt. Für die Ziffern gilt: Je höher die Ziffer, desto besser der Schutz. Eine Verteilerdosen mit einer „1“ und einer „3“ ist überhaupt nicht gegen Staub und Fremdkörper sowie Berührungen geschützt und bietet nur einen marginalen Schutz gegen das Eindringen von Wasser, während eine Dose mit zweimal „6“ durchaus im Garten genutzt werden kann – wenn auch nicht direkt im Überschwemmungsbereich des Gartenteichs.

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