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Schutzklassen: Lebensgefährliche Unfälle im Haushalt vermeiden

Unfälle im Haushalt können schwerwiegende Folgen haben. Das gilt besonders für die Elektroanlage. Ist diese fehlerhaft angeschlossen oder weist sie einen Defekt auf, ist ein tödlicher Stromschlag nicht auszuschliessen. Um ihn zu verhindern, gibt es die Schutzklassen und Schutzarten. Bei der Elektroinstallation speziell in Feuchträumen sind sie unbedingt einzuhalten. Darüber hinaus sollten Fehlerstromschutzschalter und Erdleiter nicht vergessen werden. Am besten wendest du dich an einen Elektrofachbetrieb deines Vertrauens, der für eine fachgerechte Installation und Einhaltung aller Vorschriften sorgt.

Was sind Schutzklassen?

Unter Schutzklassen werden alle Sicherungsmassnahmen zusammengefasst, die getroffen werden, um eine Lebensgefahr durch einen elektrischen Schlag zu verhindern. Vorsicht ist vor allem bei Geräten mit einem metallischen Gehäuse, etwa einem Toaster oder Wasserkocher, geboten. Im Falle eines Defektes besteht hier die Gefahr, dass das Gehäuse spannungsführend wird und es bei Berührung zu einem lebensgefährlichen Stromschlag kommt. Aus diesem Grund sind alle elektrischen Betriebsmittel mit einer entsprechenden Sicherung zu versehen: Sie sind in den Normen EN 61140 und VDE 0140-1 genau geregelt.

Folgende vier Schutzklassen werden unterschieden:

  • Schutzklasse 0: Geräte verfügen lediglich über eine Basisisolierung
  • Schutzklasse 1: Geräte verfügen über eine Schutzerdung
  • Schutzklasse 2: Geräte besitzen eine doppelte oder verstärkte Isolierung
  • Schutzklasse 3: Geräte werden mit Sicherheitskleinspannungen betrieben

Schutzklasse 0 ist nur noch wenig verbreitet und in einigen Ländern überhaupt nicht mehr zulässig.

Was ist der Unterschied zwischen Schutzklassen und Schutzarten?

Schutzarten und Schutzklassen solltest du nicht verwechseln. Während die Schutzklasse alle Massnahmen gegen berührungsgefährliche Spannungen beschreibt, bezeichnet die Schutzart den Gehäuseschutz eines Gerätes gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. Beide dienen damit der Sicherheit und sind ein wichtiger Bestandteil der Elektrotechnik. Mit der Schutzart sind alle elektrischen Geräte wie Leuchten oder Installationsmaterial geschützt. Ein kleines Beispiel: Die Aussenleuchte im Garten muss anderen Belastungen standhalten als die Leseleuchte im heimischen Wohnzimmer. Die wohl bekannteste Schutzart ist die IP Schutzart. IP bedeutet so viel wie International Protection. Die Bezeichnungen geben genauen Aufschluss darüber, gegen welche äusseren Einflüsse ein Produkt geschützt ist.

Was hat es mit dem Schutzgrad auf sich?

In der IP-Norm EN 60529 sind alle Schutzarten zusammengefasst. Diese unterliegen einem strengen Muster: Die erste Zahl nach dem IP gibt dabei den Schutzgrad gegen Staub an, die zweite Ziffer den Schutzgrad gegen Wasser. Geräte mit der Schutzart IP66, zum Beispiel Aussenkameras, sind beispielsweise absolut staubdicht und wasserresistent. Hier einige weitere Beispiele:

  • Schutzgrad IP44: für Steckdosen im Aussenbereich
  • Schutzgrad IP67: für Lampen zur Beleuchtung von Gärtenteichen oder Springbrunnen
  • Schutzgrad IP23: für Beleuchtung, die sich geschützt unter einem Dach befindet

Je höher die jeweiligen Zahlen sind, desto besser ist der Schutz. Eine Steckdose im Aussenbereich, die nicht überdacht ist und Regen abbekommt, sollte daher mindestens über die Schutzart IP44 verfügen.

Wozu dient der Schutzleiter?

Der Schutzleiter ist eine weitere Sicherheitsmassnahme im Elektrobereich. Gemeinsam mit dem FI-Schutzschalter hat dieser Erdleiter die vorrangige Aufgabe, Fehlströme gen Erde zu leiten und so Personen vor einem elektrischen Schlag zu schützen. Das Symbol für den Schutzleiter ist PE. Von Fehlströmen spricht man dann, wenn der Strom nicht über den Nullleiter zurück ins Stromnetz fliesst. Den Schutzleiter erkennst du gut an seiner gelb-grünen Ummantelung.

Welche Geräte müssen besonders geschützt werden?

Vor allem bei der Beleuchtung im Aussenbereich gilt es, auf die passende Schutzart zu achten. Damit diese Geräte keinen Schaden nehmen, müssen sie vor Regen und anderen Einflüssen geschützt werden. Doch auch technische Geräte für den Aussenbereich sollten geschützt sein. Hierzu zählen unter anderem:

  • Bewegungsmelder
  • Zeitschaltuhren
  • Outdoor Smartphones
  • Kabeltrommeln
  • Funksteckdosen

Was sollte ich bei Lampen und Leuchten beachten?

Eine Schutzklasse I gibt es bei Leuchten nicht. Hier gilt es lediglich auf die Schutzart und den Schutzgrad zu achten. Die Lampe muss also nicht nur ein schönes Licht verbreiten, sondern auch entsprechend mit einer Kennzeichnung versehen sein. Diese findest du entweder auf der Umverpackung oder direkt auf der Leuchte im unteren Bereich. Bist du dir nicht sicher, wende dich am besten an den Elektriker deines Vertrauens. Er weiss genau, welche Lampen und Leuchten sich für den Aussenbereich beziehungsweise das Badezimmer eignen.

Warum ist die IP speziell im Bad so wichtig?

Wenn du Licht im Bad installierst, musst du hier ebenso viele Dinge beachten wie bei der Beleuchtung im Aussenbereich. Auf jeder Leuchte findest du ein Symbol für die entsprechende Schutzklasse. Meist ist es am Fuss der Lampe angebracht. Der Klassiker im Bad ist sicher die Schutzart IP44. Hierbei handelt es sich um die spritzwassergeschützte Variante. Sind die Leuchten im direkten Umfeld von Dusche oder Badewanne angebracht, müssen sie sogar die Schutzart IP67 vorweisen. Gleiches gilt für einen Bereich von bis zu 60 Zentimetern über dem Waschbecken.

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