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Verteilerkästen für Strom- und Heizungsleitungen existieren in den unterschiedlichsten Ausführungen

Verteilerschränke der Strom- und Telefonnetzbetreiber sind überall an Strassen und Grundstücken zu sehen. Doch Verteilerkästen verbergen sich auch in Gebäuden – meist hinter unauffälligen Klappen oder Platten in Wänden. Sie können Heiz- oder Stromverteiler enthalten. In Fluren, Treppenhäusern oder anderen öffentlich zugänglichen Räumen sind sie zumeist abgeschlossen, was zu Problemen führt, wenn eine Reparatur ansteht und der Schlüssel fehlt. Die wichtigsten Verteilerkästen in privaten Räumen sind die Sicherungskästen der elektrischen Hausinstallation. Ein Sonderfall ist der Bauverteiler, der nur den Hauptstromanschluss und einige Steckdosen enthält. Je nach Grösse der Baustelle kann das ein kleiner Kasten oder ein grösserer Schrank sein.

Wer darf Stromverteiler einbauen?

Auch wenn du dir im Baumarkt Verteilerkästen diverser Kategorien kaufen kannst, heisst das nicht, dass du sie auch selbst installieren darfst. Das Anschliessen der elektrischen Leitungen ist nur qualifizierten Elektrikern erlaubt. Das bedeutet, wenn du einen Verteilerkasten selbst kaufst, muss ihn trotzdem ein Profi installieren. Am besten sprichst du vorher mit dem Elektriker darüber, ob er damit einverstanden ist und welche technischen Anforderungen dein Verteiler zu erfüllen hat.

Was sind Module in Elektroverteilerkästen?

Verteilerkästen können sehr unterschiedliche Grössen haben. Die räumlichen Abmessungen geben aber nicht unbedingt direkten Aufschluss darüber, wie viele elektrische Bauelemente sich in einem Verteilerkasten tatsächlich unterbringen lassen. Deswegen finden sich zu Sicherungs- und Verteilerkästen stattdessen Angaben über die Anzahl der Verteilerreihen und dazu, wie viele Module auf jede einzelne Hutschiene passen. Die Montageschienen, auf denen alle Bauteile in einem Sicherungskasten montiert sind, heissen Hutschienen, weil der Querschnitt ihrer Form dem eines Hutes gleicht. Ein Modul meint hier jede Sicherung, jeden Schalter und jedes andere Gerät im Sicherungs- oder Verteilerkasten. Eine typische Grössenangabe für einen Wohnungsverteiler wäre zum Beispiel „Vier mal Zwölf“. Das bedeutet, der Verteilerkasten hat in vier Reihen Platz für jeweils zwölf Module.

Welche Elemente enthält ein Sicherungskasten?

In jedem Sicherungskasten finden sich neben den Sicherungen weitere elektrische Bauteile. In Zukunft wird es sich dabei immer öfter um Steuerungs- und Kommunikationssysteme der Smart-Home-Automation handeln. Prinzipiell liesse sich dort auch eine normale Steckdose installieren, doch andere Geräte stecken weitaus häufiger im Sicherungskasten:

  • Sicherungsautomaten
  • Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter)
  • Klingel- und Beleuchtungstransformatoren
  • Treppenlichtautomaten
  • Stromzähler

Welche Vorteile hat die Aufputzinstallation bei Verteilerkästen?

Selbstverständlich sieht ein Verteiler- oder Sicherungskasten besser aus, wenn er vollständig unter Putz verschwindet und nur der Rahmen und die Frontklappe sichtbar bleiben. Doch die dekorative Optik hat ihren Preis und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Die Aufputzmontage ist nicht nur bei der Erstinstallation sehr viel günstiger. Sollten später Änderungen oder Reparaturen an der Verteilung stattfinden, braucht der Elektriker Baufreiheit. Dazu bleibt in manchen Fällen nichts anderes, als die Verteilung grossflächig freizulegen und anschliessend neu einzubauen. Der Austausch gegen ein grösseres Modell ist bei Aufputzvarianten völlig problemlos. Eingebaute Verteilerkästen stossen hingegen regelmässig an ihre Grenzen, wenn die Elektroinstallation sich erweitert und die Verteilung dafür nicht genug Platz bietet.

Welche Hauptwerkstoffe weisen Verteilerkästen auf?

Einen einzigen Hauptwerkstoff für Verteilerkästen gibt es nicht. Vielmehr existieren Kunststoff und Metalle gleichberechtigt nebeneinander. Verteilerschränke von Heizungsanlagen sind aus lackiertem Stahl oder Edelstahl gefertigt. Für elektrische Verteilerkästen im Aussenbereich hat sich Kunststoff bewährt, denn die Verteilungen sind damit dicht und das Material ist robust, widerstandsfähig gegen Nässe und vergleichsweise preiswert. Sicherungskästen und Baustromschränke dürfen dagegen etwas mehr kosten, sodass hier Stahl und Aluminium als Hauptwerkstoffe zum Einsatz kommen. Die Gehäuse von Kleinverteilern bestehen dagegen oft vollständig aus Kunststoff. Einige haben durchsichtige Kunststoffabdeckungen für den Fall, dass sich Geräte mit Kontrollleuchten im Verteiler befinden.

Wozu dienen Kleinverteiler?

Kleine Verteilerkästen, die nur wenige Module in einer Reihe aufnehmen, finden sich häufig als Unterverteiler einzelner Stromkreise. Manche dieser Kleinverteiler sind optisch ein wenig ansprechender gestaltet als grössere Verteilerkästen, weil sie zur nachträglichen Aufputzinstallation im Sichtbereich vorgesehen sind. Ein Kleinverteiler kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn die Elektroinstallation in einem einzelnen Bereich zusätzliche Steckdosen oder Geräte erhält, die separate Sicherungen benötigen. Hier wäre es unter Umständen zu aufwendig, mehrere einzelne Leitungen für jeden Sicherungskreis zum Hauptsicherungskasten zu legen. Für Feuchträume wie Küchen oder Garagen gibt es spezielle Kleinverteiler in den entsprechenden Schutzklassen.

Welche Verteilerkästen gibt es für Heizungen?

Für Heizungsanlagen gibt es zwei Arten von Verteilerkästen: Sehr grosse Heizungsanlagen benötigen Verteilungen – zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern vor der Einleitung in die einzelnen Wohnungen. Weiter verbreitet sind jedoch Verteilerkästen, in denen die Heizkreisverteilungen von Fussbodenheizungen installiert sind. Diese Verteiler regeln den Zufluss von heissem Wasser in die einzelnen Heizkreise und verbinden die Rohre von Vor- und Rücklauf mit sämtlichen Heizschleifen. Kleine Elektromotoren, die auf den Ventilunterteilen sitzen, öffnen oder schliessen die Ventile der Heizkreise entsprechend der Steuerung durch die Raumthermostate, an die sie angeschlossen sind.