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Leiterquerschnitt Strom: Wichtige Informationen rund um den Kabelkauf

Elektrische Leitungen weisen eine unterschiedliche Strombelastbarkeit auf. Für die optimale Stromversorgung gilt es daher, die Stromleitungen perfekt zu dimensionieren. Dabei wählt der Fachmann den Nennquerschnitt eines Leiters exakt so, dass die verfügbare Strombelastung des Kabels grösser ist als der maximale Dauerstrom, der im Normalbetrieb durch die elektrischen Leitungen fliesst. Doch welche Kabelquerschnitte gibt es überhaupt, wie berechnet man die perfekte Dimensionierung – und welche Rolle spielen Umweltbedingungen, wie beispielsweise die vorherrschende Umgebungstemperatur?

Was gilt es bei der Auswahl des Kabelquerschnitts zu beachten?

Der Leiterquerschnitt wird in erster Linie nach der Strombelastbarkeit und den gestellten Anforderungen ausgewählt. Betreibt man die Elektroleitungen über einen längeren Zeitraum in Umgebungen, für die sie nicht ausgelegt sind, kann es zu schweren Schäden kommen. So führen zu hohe Temperaturen oftmals zu einer Verschlechterung der Leiteigenschaften und auch ein frühzeitiger Ausfall ist möglich. Die Verwendung des optimalen Kabels minimiert jedoch den Spannungsabfall und erhöht gleichzeitig den Wirkungsgrad.

Welcher Leitungsquerschnitt kommt bei Hausinstallationen zum Einsatz?

Für Elektroinstallationen im Haus kommen für gewöhnlich Elektroleitungen mit einem Querschnitt von 1,5 Quadratmillimeter zum Einsatz. Dabei verfügen die meisten Steckdosen und Lichtanschlüsse über diesen Leitungsquerschnitt, wobei die Absicherung über einen Leitungsschutzschalter mit zehn oder 15 Ampere erfolgt. Zudem gibt es auch Elektroinstallationen, die einen höheren Querschnitt benötigen. Für Kraftsteckdosen oder für den Herd setzt der Fachmann in der Regel auf Querschnitte von 2,5 Quadratmillimeter, wobei je nach individueller Anforderung noch stärkere Elektroleitungen möglich sind. Der Kabelquerschnitt spielt ferner auch bei der Verwendung von Batterien, wie sie beispielsweise in einer Solaranlage zum Einsatz kommen, eine wichtige Rolle. Hierbei sollte der Leitungsquerschnitt keinesfalls weniger als 2,5 Quadratmillimeter betragen.

Welche Leitungen kommen bei Elektroinstallationen zum Einsatz?

Die Wahl der verwendeten Elektroinstallationen ist abhängig vom Einsatzgebiet sowie den äusseren Einflüssen und den Anforderungen, die der Verbraucher an die verschiedenen Kabel stellt. Zudem gilt es, unterschiedliche Schutzvorschriften und Normierungen zu beachten. Zu den wichtigsten Elektroleitungen und Kabel in privaten Haushalten zählen:

  • PVC-Aderleitung H07V-U
  • Mantelleitung NYM-J
  • Steuerleitungen
  • Herdanschlusskabel
  • Netzwerkkabel
  • Schlauchleitungen
  • Telefonkabel
  • Koaxialkabel
  • Schwachstromkabel

Zu den Schwachstromkabeln zählen beispielsweise Klingelleitungen oder Klingeldrähte. Diese verfügen in der Regel über 60 bis 100 Volt Nennspannung und weisen einen Querschnitt von 0,6 bis 0,8 Quadratmillimeter auf. Für mittlere mechanische Beanspruchungen, die beispielsweise in Büroräumen oder gewöhnlichen Haushalten entstehen, wählt der Fachmann wiederum Schlauchleitungen aus Silikon, Gummi oder PVC. Dabei haben Schlauchleitungen einen Querschnitt von 0,75 bis 2,5 Quadratmillimeter. Die Werte für die Nennspannung unterscheiden sich hierbei je nach Art des Kabels, wobei sich eine Silikonschlauchleitung mit einer Nennspannung von 300 bis 500 Volt in Kombination mit einem gut dichtenden Steckverbinder auch für den Einsatz in Saunen und Solarien eignet.

Was passiert, wenn ich den Querschnitt zu klein wähle?

Ein zu grosser Leiterquerschnitt macht das Kabel unhandlich und teuer. Im Gegensatz dazu führt ein zu kleiner Kabelquerschnitt oftmals zu Schäden. So es ist möglich, dass nicht genügend Spannung vorhanden ist, wodurch nur eine reduzierte Leistung zur Verfügung steht. Zudem kommt es zu einer spürbaren Erwärmung. Diese erhöht den Widerstand des Leiters. Die durch den Widerstand ausgelöste Kabelerwärmung führt ebenso zu einem Leistungsabfall. Im schlimmsten Fall schmilzt die Isolierung und ein Kabelbrand entsteht.

Wie beeinflussen Spannung, Widerstand und Leistung den Leitungsquerschnitt?

An Elektroinstallationen liegen unterschiedliche Spannungen an, wobei Haushaltssteckdosen über eine Spannung von bis zu 230 Volt verfügen. An diese Spannung lassen sich Verbraucher anschliessen, die über eine bestimmte Leistung verfügen, wie beispielsweise eine Glühbirne mit 20 Watt. Um die Glühbirne mit voller Leistung zu betreiben, muss bei gegebener Spannung Strom fliessen. Daher benötigt das verwendete Kabel eine ausreichende Querschnittsfläche, welche die geforderte Menge an Strom fliessen lässt. Je grösser die Spannung und der Querschnitt, desto mehr Strom wird durch die Leitung transportiert. Dabei spielt auch die Leitungslänge eine wichtige Rolle, da der Strom während des Transports an Leistung verliert. Für höchstmögliche Effizienz ist es daher ratsam, die Elektroleitungen zu kurz wie möglich zu halten.

Was gilt es beim Verlegen von Kabeln zu beachten?

Hitze, Kälte, Feuchtigkeit sowie mechanische Einflüsse stören die Stromübertragung. Beim Verlegen der Kabel gilt es daher, diese bestmöglich vor äusseren Einflüssen zu schützen. Die Isolierung der Kabel muss auf die Betriebstemperatur der jeweiligen Flachsteckverbindungen abgestimmt sein. Eine explizite Temperaturmessung ist jedoch nicht erforderlich. Spezielle Thermoelemente dienen der zusätzlichen Abschirmung der Elektrik. Ob und welche Art der Abschirmung notwendig ist, hängt von den vorherrschenden mechanischen Belastungen und elektromagnetischen Störungen ab.

Ist der Querschnitt immer gleich dem Durchmesser?

Der Durchmesser des Kabels entspricht nicht immer dem Querschnitt. Daher gilt es, sich vorab Informationen einzuholen und die Angaben auf dem Kabel genau zu prüfen. Der Kabeldurchmesser ist lediglich ein Längenmass, das eine untergeordnete Rolle spielt. Der Querschnitt ist jedoch eine Flächenangabe und somit verantwortlich für alle relevanten Eigenschaften des elektrischen Leiters.

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