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Glasfaserausbau Schweiz: Wie gut ist schnelles Internet über Glasfaseranschluss verfügbar?

Alles dreht sich um das Internet: Videokonferenzen, Online-Shopping, Streaming und Fernunterricht erfordern eine leistungsstarke Internetverbindung, die hohe Datenraten handhaben kann. In der Kommunikation, sowohl beruflich als auch privat, spielt das schnelle Internet via Glasfasernetz ebenfalls eine wichtige Rolle. Aber sind schon alle Gemeinden mit Glasfasernanschluss versorgt? Welche Geschwindigkeiten kannst du da überhaupt abrufen? Und wie funktioniert die Technologie hinter dem Glasfaserkabel? Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Glasfaserausbau Schweiz kurz und leicht verständlich!

Wie funktioniert das Glasfasernetz?

Die Frage ist doch eigentlich: Wie funktioniert das Internet? Internet ist, wenn verschiedene Computer, digitale Speicher und Endgeräte miteinander kommunizieren. Es geht also um den Austausch von Informationen. Diese Informationen liegen in digitaler Form vor und können über Kabel verschickt werden. Das kann als elektrisches Signal sein (eher langsam) oder als Lichtimpuls (sehr schnell). Nichts ist schneller als das Licht – und Lichtsignale können über optische Leiter geschickt werden. Glasfaser ist so ein optischer Leiter. Vereinfacht ausgedrückt:

  • Du tippst ein Wort bei einer Suchmaschine deiner Wahl ein.
  • Dein Computer wandelt deine Suchanfrage in ein optisches Signal um und sendet es an das Gerät, auf dem die Suchmaschine liegt.
  • Die Suchmaschine schickt die Anfrage an alle verbundenen Geräte (ebenfalls in Form von optischen Signalen).
  • Die Treffer (wieder nur optische Signale) werden über die Suchmaschine an deinen Computer geleitet.
  • Dein Computer wandelt die einkommenden Signale in für dich am Bildschirm lesbare Schrift um.

Warum Internet über Glasfaseranschluss?

Die Netzabdeckung über Glasfaser ist in der Schweiz schon gut aufgestellt. Ziel ist es, in naher Zukunft alle Haushalte in den mehr als 2.000 Gemeinden der Schweiz an das Glasfasernetz anzuschliessen. Stand 2020 ist das aber noch nicht gelungen.

Über das Netz können sehr grosse Datenpakete sehr schnell verschickt werden. Deshalb ist der Glasfaseranschluss so wichtig. Du hast vielleicht schon festgestellt, dass du Probleme beim Streamen hast, wenn deine Oma gleichzeitig über das Festnetz telefoniert, deine Schwester ein Make-Up-Tutorial bei Skype schaut oder dein Vater im Home Office eine Videokonferenz hat. Das liegt daran, dass bei der Nutzung des Internets immer Datenpakete hin- und hergeschickt werden. Liegt noch ein altes Kupferkabel in der Wohnung, können immer nur kleinere Datenmengen gleichzeitig gehandhabt werden. Bei modernen Leitungen sind es schon grössere Datenpakete, die gleichzeitig verschickt werden können – deine Verbindung scheint schneller zu sein, denn die „Warteschlange“ ist nicht so extrem lang. Noch schneller geht es per Glasfaser, denn die Leitungen sind nicht nur modern und für viel Datenverkehr ausgelegt, sondern die Daten reisen als optische Signale auch tatsächlich schneller.

Wo haben die Haushalte schon Glasfaser?

Der Glasfaserausbau in der Schweiz geht kontinuierlich voran, 2020 sind etwa 30 Prozent aller Haushalte an Glasfaser angeschlossen. Ob das schnelle Glasfasernetz an deinem Wohnort angekommen ist, kannst du online nachsehen: Der laufende Ausbau wird transparent und zeitnah festgehalten. Und das gilt nicht nur für das Glasfaserkabel: Du findest auf den Karten auch dargestellt, welche Gegenden noch mit Kupferanschlüssen versorgt sind und wo es Koaxanschlüsse gibt. Übrigens wird die Versorgung mit Mobilfunk, Festnetz und Internet in der Schweiz über die Kommunikationskommission koordiniert, das Bundesamt für Kommunikation.

Welche Geräte brauchen schnelles Internet?

Welche Geschwindigkeit du benötigst, wie schnell das Internet sein sollte, hängt nicht nur von den Geräten ab, die du nutzt, sondern auch davon,

  • wie viele Personen in deinem Haushalt leben,
  • welche und wie viele Geräte von dir und den anderen Personen im Haushalt genutzt werden,
  • welche Dienste ihr nutzt und mehr.

Besonders schnelle Verbindungen sind gut, wenn du zocken willst. Aber auch Video-Streaming benötigt Leistung – und wenn du deine ganzen digitalen Endgeräte permanent über eine Cloud synchronisierst, ist eine schnelle und leistungsstarke Verbindung ebenfalls hilfreich.

TV über Internet – was brauche ich dafür?

TV über Internet funktioniert ab 16 MBit/s, es muss also nicht der Glasfaseranschluss sein. Trotzdem ist es natürlich vorteilhaft, wenn FTTH in deiner Gegend schon verfügbar ist. Die Internetanbieter in der Schweiz bieten vereinzelt Fernsehen über das Netz an, du kannst diese Tarife also schon buchen. Neben der schnellen Verbindung benötigst du die passende Hardware. Du kannst natürlich über das Smart-TV fernsehen, kannst aber auch den Tablet PC, das Notebook oder das Smartphone nutzen. Antennen benötigst du nicht mehr.

Warum ist Glasfaserinternet für die Wirtschaft wichtig?

Unternehmen nutzen zunehmend Software, die sie nicht lokal auf ihren Rechnern installieren, sondern die webbasiert ist. Das bedeutet: Die Software existiert auf einem Server, der irgendwo anders steht. Genutzt wird die Software über das Internet. Wenn nun zwanzig Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei einem kleineren Unternehmen gleichzeitig diese Software nutzen, parallel dazu im Kundenkontakt stehen, die Marketing-Abteilung sich per Videokonferenz mit der lokalen Druckerei zwecks Neuauflage der Werbebroschüren kurzschliesst und dann auch noch drei Mitarbeiter im Aussendienst auf die im Firmennetz gespeicherten Daten zugreifen wollen, wächst der Datenverkehr immens – das Glasfasernetz ist dann die ideale Lösung.

Welche Anbieter gibt es für Glasfasernetz in der Schweiz?

In der Schweiz gibt es zahlreiche Anbieter für Glasfaserverbindungen. Die einzelnen Tarife unterscheiden sich stark, was sich aus den Konditionen erklärt. Am besten klärst du daher vorher ab, welche Leistung du genau benötigst.