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Photovoltaik Schweiz – Lohnt sich die Solaranlage?

Eine Solaranlage auf dem Dach, um damit die Sonnenenergie zu nutzen, Strom zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun – viele Hausbesitzer wünschen sich eine solche Anlage. Oder sie denken darüber nach, beim Hausbau eine Photovoltaikanlage mit einzubauen. Dabei sind die Preise für Solaranlagen in den letzten Jahren gesunken und es gibt eine finanzielle Förderung. Wer sich mehr Autarkie beim Energiehaushalt wünscht oder Strom sparen möchte, der braucht nur weiterzulesen.

Wie funktioniert eine Solaranlage?

Die Technologie hinter der Solarzelle nennt sich Photovoltaik. Bei der Solarenergie geht es darum, Sonnenlicht in Strom umzuwandeln. Die meisten Solarzellen bestehen aus Silizium, das aus Quarzsand gewonnen wird. Fällt Licht auf die Siliziumscheibe, dann setzt der Vorgang Elektronen frei. Gleichzeitig befinden sich in den Unter- und Oberseiten der Solarzelle verschiedene Fremdatome, wie Bor oder Phosphor. Eine Seite ist positiv, die andere negativ geladen. Die Elektronen bewegen sich zwischen den beiden Schichten, es entsteht Strom. Dieser Strom lässt sich entweder direkt nutzen, für spätere Verwendung speichern oder in den Stromkreis einspeisen.

Hilft eine Photovoltaikanlage, um Strom zu sparen?

Eine Solaranlage nutzt Energie, die sonst unverbraucht auf das Dach scheinen würde. Diese Energie kann dann der eigene Haushalt anstelle des Stroms aus der Steckdose nutzen. Wie viel Strom sich damit sparen lässt, hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Eines aber vorneweg: Eine Photovoltaikanlage ist nicht billig. Sie amortisiert sich erst nach mehreren Jahren. Sie ist allerdings ein Mittel, um sich gegen steigende Strompreise zu schützen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun. Die Vorteile sind:

  • Regenerative Energie vom Dach
  • Mehr Autarkie vom Stromnetz
  • Senkt Strom- und Heizkosten
  • Finanziell gefördert
  • Einspeisevergütung beim Verkauf ans Stromnetz

Wie lässt sich Solarenergie am besten nutzen?

Wer die Photovoltaikanlage effektiv nutzen möchte, der sollte bei der Planung des Hauses schon an die Ausrichtung des Daches denken. Eine nachträgliche Installation ist ebenfalls möglich, hier müssen sich die Solarmodule jedoch an die Gegebenheiten anpassen. Solarzellen lassen sich neben den Dächern auch an der Fassade oder im Freiland installieren. Die Ausrichtung der Module ist abhängig von der Lage. In der Schweiz sind sie nach Süden ausgerichtet. So entfalten sie ihre beste Performance. Aspekte wie die Bewölkung und die Beschattung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Photovoltaikanlagen arbeiten mit merklich weniger Leistung, sobald nur eine Zelle stark beschattet ist. Natürlich ist auch die Qualität entscheidend. Eine Solaranlage ist eine teure Investition. Je länger sie hält, je effizienter sie ist, desto mehr hat man von dieser Investition. Achte daher auf die Solarkompetenz der Baufachleute, damit beim Einbau auch alles richtig läuft.

Lässt sich Solar mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Um den Eigenverbrauch zu steigern, lohnt sich die Kombination einer Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe. Die Wärmepumpe kommt aus dem Bereich der Geothermie. Bei der Geothermie führen Leitungen ins Innere der Erde, von wo sie die Wärme aus dem Erdinneren ziehen. In normalen Haushalten wird die Wärmepumpe nicht dazu genutzt, um Strom zu erzeugen. Stattdessen dient sie dazu, das Wasser zu erwärmen und die Wärme für die Heizungen zu liefern. Auch eine Wärmepumpe verschlingt Strom. Die Solarenergie kann dabei helfen, die laufenden Kosten für die Wärmepumpe zu senken. Damit erhöht sich auch der Eigenverbrauch. Dieser Begriff beschreibt den Verbrauch des selbst erzeugten Stromes und der selbst erzeugten Wärme. Zwar ist eine komplette Autarke vom Stromnetz selten sinnvoll, doch lohnt sich ein hoher Eigenverbrauch eher als ein niedriger.

Was ist Solarthermie?

Bei der Solarthermie verwendet der Haushalt die von der Photovoltaikanlage bereitgestellte Energie für das Erzeugen von Wärme. Anstelle von Strom wandeln die Zellen die Sonnenenergie in thermische Energie um. Diese thermische Energie erhitzt anschliessend einen Warmwasserspeicher, der dann für fliessend Warmwasser sorgt. Die Solarthermie liefert auch die Wärme für die Heizung und ist eine Alternative zur Wärmepumpe. Allerdings ist sie weniger effizient als diese.

Wie wichtig ist die Dämmung?

Wer die Kosten für Energie senken will, der muss für eine effektive Dämmung des Gebäudes sorgen, egal, ob er Solarstrom, Solarthermie oder eine Wärmepumpe verwendet. Durch eine mangelnde Abschirmung nach aussen dringt im Winter die Kälte ins Innere, du drehst die Heizungen auf, die Kosten steigen. Im Sommer gilt das gleiche, nur in umgedrehter Richtung: Klimaanlagen nützen dir wenig, wenn die Kühle im Inneren sofort nach draussen verschwindet und es drinnen wieder zu kochen beginnt. Selbst ohne eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe lohnt sich daher eine Dämmung zur Vermeidung unnötiger Kosten.

Wie sieht die Förderung aus?

Im Zuge der Energiestrategie 2050 gibt es eine Förderung bei Kauf und Installation von Photovoltaikanlagen in der Schweiz. Ausserdem wird ungenutzter, selbst erzeugter Strom entschädigt, wenn er in das Stromnetz eingespeist wird. Die Förderung ist je nach Kanton unterschiedlich. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) und der Einmalvergütung (EIV).

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