Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Energiemonitoring Schweiz: Energieverbrauch messen und regulieren

In der Schweiz gibt es seit Anfang 2018 ein neues Energiegesetz, das es sich zum Ziel setzt, den Energieverbrauch der Eidgenossenschaft zu senken. Zudem soll auf Erneuerbare Energien umgestellt werden, um zukünftig unabhängig, sicher und umweltfreundlich Strom in der Schweiz zu produzieren. Für mehr Energieeffizienz ist die Kooperation aller Bürgerinnen und Bürger gefragt. Hier hilft das Energiemonitoring. Im Folgenden sagen wir dir, wie du dein eigenes Energiemanagement optimieren kannst, korrekt mit deinen Energiedaten umgehst und so letztendlich deine Energiekosten senkst. Ausserdem erfährst du mehr über das Thema Smart Meter, denn diese Messgeräte machen das Energiemonitoring daheim möglich.

Was versteht man unter Energiemanagement?

Beim Energiemanagement geht es um die Planung und den Betrieb von Elektrizität. Die Idee dahinter besteht darin, Ressourcen zu schonen, dadurch das Klima zu schützen und zugleich die Kosten zu senken. Zudem sollte ein gutes Energiemanagement den Energiebedarf aller Nutzer eines Stromnetzes decken.

In der Schweiz ist sowohl das gewerbliche als auch das industrielle Energiemanagement verbreitet. In Haus oder Wohnung ist Energiemanagement ebenfalls ein wichtiges Thema. Sowohl die Architekten, die das Gebäude entworfen haben, als auch dein Energieversorger befassen sich damit, die Energie für dich optimal zu managen. Mithilfe des Energiemonitorings kannst du dich an diesem wichtigen Thema beteiligen.

Wie funktioniert das Energiemonitoring?

Das Energiemonitoring macht es möglich, den Stromverbrauch eines Gebäudes oder auch einer einzelnen Wohnung genau zu überwachen. So findest du Einsparpotenziale finden, vermeidest Mehrverbrauch und sparst langfristig Energiekosten.

Üblicherweise wird in der Schweiz mit Ferraris-Messgeräten ermittelt, wie viel Strom jeder Haushalt verbraucht. Dabei handelt es sich um analoge Geräte, die Energieströme messen und die jährlich oder vierteljährlich abgelesen werden. In den letzten Jahren hat sich in diesem Feld jedoch viel getan. Dank Smart Meter ist nun eine digitale Datenerfassung deiner Energiedaten möglich. Wenn du eines dieser intelligenten Geräte installieren lässt, kannst du deinen Verbrauch dank einer passenden Smartphone-App oder dank Kundenportal des Energieanbieters genau im Blick behalten. Laut Energiestrategie 2050 sollen in der Schweoz in den nächsten Jahren alle Haushalte ein Smart Meter erhalten.

Welche Vorteile bringt mir das Energiemonitoring im Bereich Energieeffizienz?

Ein genaues Energiemonitoring bringt dir den grossen Vorteil, dass du viel Energie einsparen kannst. Zunächst einmal erlaubt das Monitoring eine gründliche Analyse deiner Verbrauchsmuster. Du kannst ein sogenanntes energetisches Profil erstellen lassen, um zu verstehen, wann du mit welchen Geräten wie viel Strom verbrauchst. Dabei wirst du schnell erkennen, dass viele Geräte auch dann Strom verbrauchen, wenn du sie gar nicht nutzt oder nicht zuhause bist.

Ausserdem hilft das Energiemonitoring dabei, Sanierungsarbeiten zu planen. Denn ältere Anlagen und Gebäude verbrauchen oft sehr viel Energie. So verursachen sie unnötig hohe Energiekosten, die du durch gezielte Investitionen vermeiden kannst. In der Schweiz gibt es viele Förderprogramme zur Entwicklung energiesparender Gebäude.

Wie gehe ich am besten mit meinen Energiedaten um?

Deine Energiedaten sind laut Datenschutzgesetz der Schweiz anonymisiert und privat. Sie gelangen über eine Schnittstelle zwischen Stromnetz und Smart Meter in das System und werden dann an deinen Energieversorger weitergegeben. Dieser verpflichtet sich vertraglich zum angemessenen Umgang mit deinen Daten. Die Datenübertragung funktioniert auch in deine Richtung. Wenn du die entsprechende App installierst, über die dein Energieanbieter dich informiert, kannst du genau ansehen, wie sich dein Energieverbrauch gestaltet.

Es handelt sich dabei um eine sogenannte Smart Home Technologie. Die digitalen Messgeräte sind intelligent und können dir auf die Minute genaue Daten für deinen Energieverbrauch geben. Indem du deine vorhandenen Geräte mit der App kombinierst, erfährst du schnell, welches Gerät in welchem Raum wie viel Strom verbraucht. Du erhältst eine Übersicht der Daten in Form von Graphen und anderen Darstellungen.

Wie kann ich meine Energiekosten senken?

Die Software hilft dir dabei, eine gute Lösung für mehr Einsparungen im Haushalt zu finden. Auf Wunsch kannst du dich auch von einem Experten beraten lassen, der anhand deiner Nutzerdaten analysiert, wo mehr Raum für Energieeffizienz ist. Grundsätzlich solltest du diesen Tipps folgen:

  • Möglichst wenig Strom verbrauchen
  • Geräte ausschalten, statt nur in Stand-By zu schalten
  • Laptops nicht unnötig laden
  • Kühlschrank optimal befüllen
  • Nachts und bei Abwesenheit weniger heizen
  • Energieeffiziente Geräte nutzen

Wo erhalte ich einen Smart Meter für meinen Haushalt?

Wenn du dir einen Smart Meter wünschst, um eine gute Grundlage für mehr Energieeffizienz zu schaffen, solltest du Kontakt zu deinem Stromanbieter aufnehmen. Viele Unternehmen in der Schweiz bieten bereits den Einbau von Smart Metern ein. In einigen Fällen geschieht dies automatisch, in anderen musst du für diesen Service noch bezahlen. Jedoch ist der Smart Meter nicht sehr teuer. Du wirst schnell ausreichend Energiekosten eingespart haben, um dank Betriebsoptimierung die Ausgaben wieder herauszuhaben.

Welche Ziele gibt es für den Energieverbrauch in der Schweiz?

Die Schweizer Bürgerschaft hat im Jahr 2017 die Deklaration abgegeben, die Umwelt schützen zu wollen. Der Bürgerentscheid, der letztendlich zum Energiegesetz führte, ist der Beweis dafür. Bis zum Jahr 2050 möchte die Schweiz aus der Kernenergie aussteigen, mehr in Erneuerbare Energien investieren und ihre Gebäude energetisch sanieren. Eine gründliche Energieberatung ist ein guter erster Schritt für dich, um die Ziele der Schweiz zu unterstützen.

Das könnte dich auch interessieren

Multimediaelektroniker – ein Beruf, der immer gefragt ist

Bestimmte Berufe sind in der Schweiz immer gefragt, so auch das Tätigkeitsfeld des Multimediaelektronikers. Ausbildung und Studium verleihen ein umfangreiches Wissen über alle technischen und elektronischen Geräte, die auf dem Markt erhältlich sind. Dazu erfordern solche Berufe immer Flexibilität und Weiterbildung: Die Entwicklung an Geräten in diesem Bereich ist rasant und gleichzeitig sind bestimmte Technologien schnell überholt oder werden durch modernere ersetzt. Die Tätigkeit wird daher nie langweilig.

Verbrauch an kWh berechnen und Stromkosten senken – so geht’s

Die nächste Stromrechnung kommt bestimmt – und mit ihr die Frage, ob du deinen Stromverbrauch senken und damit Kosten sparen kannst. Tatsächlich erreichst du oft schon mit kleinen Mitteln viel. Wir zeigen dir, wie du herausfindest, welche Geräte in deinem Haushalt die meiste Energie verbrauchen, und wie du künftig Stromverschwendung vermeiden kannst. So sparst du nicht nur Geld, sondern leistest auch einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen.

Die technische Stromrichtung – In welche Richtung fliesst der Strom?

Wer sich mit Elektronik beschäftigt, stösst schnell auf die physikalische und die technische Stromrichtung. Aber warum gibt es eigentlich zwei Stromrichtungen? Und in welche Richtung fliesst der Strom denn nun wirklich? Diese und weitere interessante Fragen aus dem spannenden Gebiet der Elektrotechnik werden in unseren FAQ erörtert.

Leiterquerschnitt Strom: Wichtige Informationen rund um den Kabelkauf

Elektrische Leitungen weisen eine unterschiedliche Strombelastbarkeit auf. Für die optimale Stromversorgung gilt es daher, die Stromleitungen perfekt zu dimensionieren. Dabei wählt der Fachmann den Nennquerschnitt eines Leiters exakt so, dass die verfügbare Strombelastung des Kabels grösser ist als der maximale Dauerstrom, der im Normalbetrieb durch die elektrischen Leitungen fliesst. Doch welche Kabelquerschnitte gibt es überhaupt, wie berechnet man die perfekte Dimensionierung – und welche Rolle spielen Umweltbedingungen, wie beispielsweise die vorherrschende Umgebungstemperatur?

Rundsteuerempfänger für die Tarifanpassung und Signalübertragung

Bestimmte Anwendungsbereiche benötigen eine höhere oder geringere Auslastung der Stromversorgung. Das betrifft Strassenbeleuchtungen, Heizsysteme oder andere Technik, die zu gewünschten Zeiten aktiviert oder deaktiviert wird. Möglich ist das durch die Rundsteuertechnik und durch Rundsteuerempfänger, bei denen Sensoren genau erkennen, wann eine Aktivität erforderlich ist. Das Abschalten des Stroms durch entsprechende Geräte zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Situationen ermöglicht ein besseres Lastmanagement und verhindert Stromausfälle.

Schutzklassen: Lebensgefährliche Unfälle im Haushalt vermeiden

Unfälle im Haushalt können schwerwiegende Folgen haben. Das gilt besonders für die Elektroanlage. Ist diese fehlerhaft angeschlossen oder weist sie einen Defekt auf, ist ein tödlicher Stromschlag nicht auszuschliessen. Um ihn zu verhindern, gibt es die Schutzklassen und Schutzarten. Bei der Elektroinstallation speziell in Feuchträumen sind sie unbedingt einzuhalten. Darüber hinaus sollten Fehlerstromschutzschalter und Erdleiter nicht vergessen werden. Am besten wendest du dich an einen Elektrofachbetrieb deines Vertrauens, der für eine fachgerechte Installation und Einhaltung aller Vorschriften sorgt.